Im Gespräch: Günter Zamp Kelp
Im Gespräch
Podiumsdiskussion mit Günter Zamp Kelp
Gäste: Heri & Salli (Heribert Wolfmayr, Josef Saller)
6. März 2008, 19 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung HAUS-RUCKER-CO LIVE again, die aufgrund des großen Erfolgs bis 25. März verlängert wird, ist Andrea Bina, Kuratorin der Ausstellung, im Gespräch mit Günter Zamp Kelp, Gründungsmitglied der Künstler/Architektengruppe HAUS-RUCKER-CO.
1967 gründete der Architekt Günter Zamp Kelp mit dem Architekten Laurids Ortner und dem Künstler Klaus Pinter die Gruppe HAUS-RUCKER-CO. Die Zusammenarbeit führte zur Schaffung von Entwürfen, Objekten, Installationen, Situationen und Interventionen, die radikal, visionär und spielerisch die Grenzen zwischen Kunst und Architektur außer Kraft setzten und beide Felder erweiterten. Bis 25. März 2008 zeigt das Lentos eine teilweise Re-Inszenierung der Ausstellung LIVE von 1970 mit dem benützbaren pneumatischen Riesenbillard und dem schrägen Durchgangsraum Oxer, ergänzt mit Werken und Dokumenten der HAUS-RUCKER-Jahre von 1967-1970.
Seit 1988 lehrt Günter Zamp Kelp als Professor an der Universität der Künste in Berlin den Fachbereich Architektur, Gebäudeplanung und Raumgestaltung. Neben der Lehre führt er mit seinem Berliner Büro zamp kelp neo.studio unterschiedliche Bauvorhaben durch: Jüngst wurde die Kunsthalle Mainz 2007 eröffnet. Das Haus vor dem Wind wurde 2003 im Düsseldorfer Medienhafen gebaut. Furore machte das 1996 in Mettmann (Nähe Düsseldorf) fertiggestellte Neandertal Museum (mit Julius Krauss und Arno Brandlhuber). Gestaltung und Design von Gebäuden sowie Ausstellungsarchitektur sind Themen, die Zamp Kelp beschäftigen. "Anno 1967 war das Mind-Expanding-Programm von HAUS-RUCKER-CO ein Konzept zur Erweiterung unseres Erlebnisspektrums und zur Förderung der Kommunikation im humanen Mikroklima. Ein Entwurf zur Beerdigung bourgeoiser Langeweile. Heute hat sich dieses seinerzeitige Empfinden von Langeweile ins Gegenteil verwandelt. Aus diesem Erlebnisvakuum ist ein Wahrnehmungsüberangebot geworden, welches unsere biologischen Voraussetzungen bis zur Leistungsgrenze fordert."
Was ist aus den Visionen der 60/70er Jahre geworden? Welche Möglichkeiten bietet Architektur heute? Ein Gespärch mit Günter Zamp Kelp und Heri & Salli, die als Duo ein junges zeitgenössischen Architekturbüro (Wien) in der Wechselwirkung zwischen Kunst und Architektur betreiben.
Günter Zamp Kelp
1941 geboren in Bistritz, Transsylvanien/lebt in Berlin.
1959-67 Studium der Architektur TU Wien. 1967-69 Assistent bei Prof. Dr. Karl Schwanzer, TU Wien. 1967 Gründungsmitglied HAUS-RUCKER-CO. 1981 Gastpro-fessor Cornell University, New York und Gastprofessor für Design, Hochschule d. Künste, Berlin. 1987 Eröffnung eigener Studios in Berlin und Düsseldorf. 1987 Gast-professor für Architektur, Städelsche Kunstschule, Frankfurt. Professur für Gebäudeplanung und Raumgestaltung, Universität der Künste, Berlin. 1996 Gastprofessor für Architektur, TU Wien. 2004 Gastprofessor für Architektur, Bauhaus Universität Weimar. 2006 Vorsitzender im Beirat für Stadtgestaltung, Linz.
(http://www.zamp-kelp.com/)
Eintritt Erwachsene:
4,- € Eintritt + Vortrag (19-21 Uhr)
6,- € Führung + Eintritt + Vortrag (18-21 Uhr) Treffpunkt Führung: 18 Uhr Foyer
Katalog zur Ausstellung im Museumsshop erhältlich (shop@lentos.at)
100 S., zahlreiche Farbabbildungen., Texte von Andrea Bina, Günter Zamp Kelp, Laurids Ortner, Klaus Pinter, Stella Rollig (18,- €)
