sonntags um 11
Stella Rollig im Gespräch mit Dr. Birgit Schwarz, Autorin ("Geniewahn: Hitler und die Kunst")
So., 6. Dezember 2009, 11-13 Uhr
In ihrem neuen Buch Geniewahn. Hitler und die Kunst entwickelt die Kunsthistorikerin Birgit Schwarz eine spannende These: Adolf Hitlers politischer Irrsinn, seine hypertrophe Selbsteinschätzung, sein Allmachtsphantasma sind eng verbunden mit seinem Selbstverständnis als Künstler. Die gescheiterte Künstlerkarriere tat diesem Selbstbild keinen Abbruch, im Gegenteil. Dem Genieglauben des späten 19. Jahrhunderts verfallen, agierte Hitler auch als Politiker mit "überhitztem" Künstlerego".
Birgit Schwarz argumentiert auf Grund ihrer Forschungserkenntnisse - Hitler war Kunstbesessen bis zuletzt. Eine These, die auch schmerzt. Kunst und ihr Missbrauch, Hitlers Kunstliebe führte geradewegs ins Herz des Bösen.
BIRGIT SCHWARZ
1984 Promotion im Fach Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; 1985/1986 Volontariat an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe; 1987-1989 Aufenthalt in Rom; ab 1990 als freischaffende Kunsthistorikerin und Kuratorin in Freiburg, Trier und Wien tätig: zahlreiche Publikationen zur Malerei und Glasmalerei des 20. Jahrhunderts, zum "Führermuseum Linz" und zum Selbstverständnis Hitlers als Künstler, Mäzen und Kunstsammler.
Vor den Sonntagsgesprächen wird ein erweitertes Wiener Frühstück serviert. Frühstücksbeginn 10 Uhr, Gesprächsbeginn 11 Uhr
Anmeldung erbeten bis 4.12.2009, Tel. 0732 7070 3600
Eintritt: Erwachsene (inkl. Museumsbesuch, Vortrag und Frühstück) EUR 12,-; nur Vortrag EUR 4,-
