Andy Warhol, Marilyn, 1967
Siebdruck
92 x 91,5 cm
Inv. Nr. G 2618
© VBK, Wien, 2010
Andy Warhol
geb. 1928 in Pittburgh, gest. 1987 in New York
Andy Warhol zählt seit 1960 zu den bedeutendsten, konsequentesten und populärsten Verfechtern der amerikanischen Pop-Art. Warhol, der als Werbegraphiker begann, nahm seine Sujets aus der Welt der Werbung bzw. aus den Medien. Sein dominantes Strukturmerkmal ist die Reihung, seine oftmals wiederkehrende Technik ist der Siebdruck nach Photovorlage, der die mehrfache Wiederholung von gleichen Bildmotiven erlaubt. Warhol arbeitete mit Gehilfen in seiner "Factory", agierte als Schriftsteller und Musiker (Velvet Underground) und drehte Filme (u.a. Sleep 1963, Heat 1974).
Zu seinen Hauptthemen zählten Stilleben und Porträts der internationalen Gesellschaft. Den meisten Leuten, die Andy Warhol porträtierte war er nie selbst begegnet. Er kannte die Gesichter aus den Medien und entnahm die Bildnisvorlagen seiner Figuren aus illustrierten Zeitschriften bzw. von selbstgeschaffenen Polaroids. Ernstes und Triviales, Schreckliches und Modisches existiert in seiner Bilderwelt bruchlos nebeneinander, moderne Alltäglichkeiten werden erstmals, nach der langen Vorherrschaft der abstrakten Kunst, wieder bildwürdig. Marilyn Monroe wurde von der Filmmetropole Hollywood zum Idol der amerikanischen Nachkriegsgesellschaft aufgebaut. Der Künstler hielt ihr Gesicht, das durch die Schminke maskenhaft erscheint, in vielen, ikonenhaft wirkenden Bildern fest.








