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Nomaden im Kunstsalon.

Begegnungen mit der Moderne von Bayer bis Sol LeWitt
Kuratorinnen: Andrea Bina, Elisabeth Nowak-Thaller

Dauer der Ausstellung: 27.1. - 10.9.2006

Mit Meisterwerken anatolischer Textilkunst aus der oberösterreichischen Sammlung Prammer in Gegenüberstellung mit Highlights aus der eigenen Sammlung eröffnet das Lentos sein Ausstellungsjahr 2006. Diese Präsentation steht beispielhaft für die Ausstellungsprogrammatik des Museums: Die Sammlung wird immer wieder neu und in unerwarteten Zusammenstellungen erschlossen. Die einmalige Chance, die historischen Kelims der Sammlung Prammer zeigen zu können, lässt die Werke der europäischen und amerikanischen bildenden Kunst der Moderne und Postmoderne in neuem Licht erscheinen.
Zu einem Zeitpunkt, da die Beschäftigung mit der Türkei in der Debatte um einen möglichen EU-Beitritt höchste politische Aktualität hat, sind Präsentationen türkischer Kulturein notwendiger Beitrag zum Verständnis dieses Landes und seiner Geschichte.

DIE KELIMS und...
Seit je her ruft das Bild des fliegenden Teppichs die Vorstellung des Reisens, von Freiheit und Unabhängigkeit wach. Solche Fantasien verbinden sich auch mit den Nomadenkelims aus der oö. Sammlung Norbert Prammer die Ausgangspunkt einer nach Themen gegliederten Betrachtung sind. In ihrem Fokus steht die Kunst des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Lentos. Der Vergleich von 22 wertvollen Nomadenkelims mit 59 ausgewählten Highlights aus der eigenen Sammlung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart weist erstaunliche Analogien der einzelnen Exponate in Formfindung und Farbgestaltung auf. Gerade diese formalen Übereinstimmungen fordern dazu auf, die wesentlichen Unterschiede in der Tradition, der Funktion, der Bedeutung der Werke auszumachen

... DIE SAMMLUNG
Die Ausstellung konfrontiert eine reichhaltige Auswahl von Gemälden, Grafiken, Objekten, (Reise)-Fotografien u.a. von Adrian, Albers, Bayer, Beato, Blaas, Camesi, Dagdelen, de Salvatore, Dimmel, Dirnhofer, Discher, Greil, Hencze, Klopf, Kolár, Kubin, Laske, LeWitt, Molles, Müller, Nadar, Neshat, Nitsch, Noël, Oran, Orlik, Rinke, Scully, Sébah, Serra und Wardy – mit anatolischer Kelim-Textilkunst vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert.

In sechs Räumen werden Kunstwerke aus Orient und Okzident in einer anregenden, zu Vergleichen herausfordernden Inszenierung versammelt. Die Ausstellung fungiert als Modell für Möglichkeiten des Erfassens formaler, ästhetischer und inhaltlicher Zusammenhänge von Artefakten aus unterschiedlichen Kulturen und Zeiträumen.
"Nomaden im Kunstsalon" erstreckt sich in der Nordflanke des Museums über sechs nach Themen arrangierten Räumen, die auch den Kritierien für die Auswahl der Kunstwerke aus der Sammlung entsprechen: Raum 1 beschäftigt sich mit dem Alltag, dem Reisen und dem Orient; Raum 2 hat die Strenge der Linie und Farbe zum Inhalt; Raum 3 Meditation und Gesellschaftskritik; Raum 4 stellt geometrische Abstraktionen in den Vordergrund, während Raum 5 der Religion gewidmet ist; der sechste Raum stellt an einer Ö1-Hörstation Programme aus dem Türkei-Schwerpunkt des Radio-Kultursenders zur Verfügung.

Downloadbereich Nomaden im Kunstsalon.

Presseunterlage

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