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Stella Rollig im Gespräch mit Gerhard Haderer

Sonntag, 3. April 2011

Im Jahr 2011 feiert der mehrfach ausgezeichnete Cartoonist seinen 60. Geburtstag. Ausstellungen in den Städten Linz, Krems, Villach, Wien und Frankfurt würdigen das
Werk, Wesen und Wirken des Künstlers. Den Beginn macht das LENTOS in Haderers Geburtstadt Linz, wo er lebt und arbeitet.
Im Rahmen des NEXTCOMIC Festivals wird eine von Achim Frenz, dem Leiter des caricatura museum frankfurt, kuratierte Auswahl von Original-Cartoons gezeigt.


Biografie
geb. 1951 in Leonding, lebt in Linz
1965–1969 Studium an der Fachschule für Gebrauchs- und Werbegrafik in Linz
2001 Deutscher Karikaturenpreis
2006 Karikaturpreis der deutschen Anwaltschaft
2008 Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien

Zunächst selbstständiger Grafiker, Zeichner und Illustrator für Werbeagenturen, wechselt Haderer 1984 zur satirischen Zeichnung und arbeitet seit 1985 als Karikaturist.  Seine Zeichnungen, zumeist mit "Hades" signiert, erscheinen regelmäßig in Zeitungen und Magazinen des deutschsprachigen Raumes (seit 1985 im "profil", seit 1991 im "stern", 1992–1996 in den "Oberösterreichischen Nachrichten", weiters in "Wiener", "Geo", "Trend").
Von 1997–2000 und seit 2008 monatlich, erscheint das Comic-Heft "Moff", in dem Haderer das aktuelle gesellschaftspolitische Zeitgeschehen persifliert. Neben seinen Zeichnungen ist Haderer international auch als Buchautor im Genre der Bilderzählung (das in Österreich wenig beachtet wird) bekannt: Sein Cartoon-Band, "Das Leben des Jesus", führt 2002 zu einer öffentlich geführten Diskussion über die Legitimität humoristischer Darstellungen religiöser Inhalte, Haderer selbst wird 2005 in Athen wegen Blasphemie verurteilt, in zweiter Instanz jedoch freigesprochen.
Die anfängliche Laufbahn in der Werbegrafik spiegelt sich in seinen Karikaturen durch Übernahme deren Techniken wider: Exakter Bildaufbau, Optimierung der Farbeffekte durch Einsatz von Kalt-Warm-Kontrasten (wobei Haderer bevorzugt Acryltusche verwendet und die Farbtöne aus den Primärfarben mischt), gezielte Licht- und  Blickführung erzeugen Hochglanzzeichnungen, deren Bildinhalte tagesaktuelle Ereignisse, Alltagsgeschehen, Politik, Religion, Tourismus, Sport und Gesellschaft sarkastisch festhalten. Oftmals beschränkt sich Haderer auf die bloße Wiedergabe seiner Figuren, anstatt diese in Handlungen zu zeigen.
Seit 2006 liefert Haderer der österreichischen Kulttruppe Maschek Puppenentwürfe für deren als Kasperltheater inszenierten Kabarettstücke über österreichische.  PolitikerInnen ("Bei Schüssels" 2006, "Beim Gusenbauer" 2007, "Bei Faymann" 2009).

sonntags um 11

Das LENTOS lädt regelmäßig Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur zur Gesprächsreihe sonntags um 11.

Vor Publikum spricht LENTOS Direktorin Hemma Schmutz mit geladenen Gästen über deren Tätigkeiten und Erfahrungen in und mit der Welt der Kunst.
Von KollegInnen aus anderen Institutionen, über KünstlerInnen, ArchitekturkritikerInnen bis hin zu hochrangigen PolitikerInnen, spannt sich der Bogen unterschiedlichster spannender GesprächpartnerInnen. Fragen und Dikussionsbeiträge aus dem Publikum sind stets ein fixer Bestandteil der Gespräche.

Zur bisherigen Gästeliste

Vor den Sonntagsgesprächen wird ein erweitertes
Wiener Frühstück serviert.
Frühstücksbeginn 10 Uhr, Gesprächsbeginn 11 Uhr, Ende 12.30 Uhr

Anmeldung
jeweils bis Donnerstag vor Gesprächstermin erbeten
unter T 0732 7070 3600 oder claudia.kern@lentos.at

Eintritt
€ 14 (inkl. Museumsbesuch, Vortrag und Frühstück)
Nur Gespräch € 4

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Foto: © maschekS.