Seitenanfang

Inhalt:

Stella Rollig im Gespräch mit Dorothee Golz, Leo Kandl und Günther Selichar

Sonntag, 18. Mai 2008

Im Rahmen der großen Sammlungspräsentation Lichtspuren (18.4. bis 30.11.2008) sprechen drei KünstlerInnen über ihre Arbeit mit dem Medium Fotografie: drei unterschiedliche Zugänge, durch welche exemplarisch ein breites Spektrum aktueller Positionen vermessen wird.

Seit der Erfindung der Fotografie sind kontinuierlich neue fotografische Bildtechniken entstanden. KünstlerInnen sind höchst bedacht in der Wahl ihrer Mittel – Bildträger, Entwicklungsverfahren, Druckprozesse –, die den spezifischen inhaltlichen Interessen entsprechen. Die Anwendung fotografischer Techniken findet sich heute in differenzierten Bildstrategien, optischen, räumlichen, themenorientierten Untersuchungen. Digital erzeugte Bilder haben ein vollkommen neues Paradigma der Produktion, Verbreitung und Rezeption, der "Lesbarkeit", selbst der grundlegenden Annahmen über das Wesen der Fotografie geschaffen.

Doch in der Kunst erschöpfen sich die Optionen immer raffinierterer Software nicht in verblüffenden Effekten. Medienreflexion, Gesellschaftsanalyse und kunstimmanente Verweise sind gedankliche Grundlagen für die visuelle Produktion von Dorothee Golz, Leo Kandl und Günther Selichar.


Dorothee Golz

Geb. 1960 in Mühlheim an der Ruhr, Studium der Kunst in Strasbourg sowie der Kunstgeschichte und Ethnologie in Freiburg, lebt und arbeitet in Wien.
Ihre Arbeiten in den Bereichen Objekt/Skulptur, Installation, Zeichnung, Mischtechnik und "digitale Gemälde" waren in zahlreichen Ausstellungen weltweit zu sehen, darunter auf der Documenta X in Kassel sowie in Museen, Kunstvereinen und Galerien u.a. in Wien, Köln, Dortmund, Chicago, Singapur, Yokohama; derzeit Einzelausstellung in der Galerie Frank Schlag & Cie., Essen.
http://www.dorotheegolz.net/

Leo Kandl
Geb. 1944 in Mistelbach Niederösterreich, lebt und arbeitet in Wien.
Seit Anfang der 1970er Jahre kontinuierliche Auseinandersetzung und Arbeiten mit dem Medium Fotografie. Einzel- und Kollektivausstellungen im In- und Ausland. Seit 1991 Realisierung von Projekten im öffentlichen Raum. Auftragsarbeiten wie Reproduktionen, Porträts und reportageartige Bildstrecken für Zeitschriften, Kataloge und Bücher. 1984-86 fototheoretische Essays, Interviews und Textbeiträge in der Beilage "Extra" der Wiener Zeitung. 1984 Würdigungspreis für Fotografie des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst.
http://www.leokandl.at/

Günther Selichar
Geb. 1960 in Linz, lebt in Wien und Leipzig.
Professor für Medienkunst, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
Einzelausstellungen u.a.: Museum moderner Kunst, Wien, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg, Galerie Fotohof, Salzburg, Neue Galerie der Stadt Linz, Peter Kilchmann Galerie, Zürich, Espai Lucas, Valencia, Tiroler Landesmuseum, Innsbruck, Kunsthalle Wien/Project Space, Landesgalerie Oberösterreich, Linz, Creative Time, New York, Tufts University Art Gallery, Medford/Boston, Kunstverein Medienturm, Graz. Temporäre Werke im öffentlichen (medialen) Raum in USA, China und verschiedenen europäischen Ländern. Jüngste Auszeichnungen: Oberösterreichischer Landeskulturpreis für künstlerische Fotografie 2001, Kunstwürdigungspreis für Bildende Kunst der Stadt Linz 2004.
http://selichar.net/


Teilen: auf Facebook veröffentlichen (neues Fenster) auf Twitter veröffentlichen (neues Fenster) auf Google Plus veröffentlichen (neues Fenster) auf Digg veröffentlichen (neues Fenster)
background image:

Foto: © maschekS.