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Stella Rollig im Gespräch mit Maribel Königer und Lois Renner

Sonntag, 9. März 2008


Kunst und Kunstkritik – eine erkaltete Beziehung?

Liest noch irgend jemand Kunstkritiken? Welche Bedeutung hat die Kunstkritik für KünstlerInnen selbst? Gibt es Verrisse, die weh tun, gibt es Urteile, aus denen man lernt?

Die Anregung zu diesem Gespräch liefert die aktuelle Ausstellung Störenfriede (1.2. bis 18.5.2008). Dieser Parcours durch die österreichische Kunstgeschichte von den 1860er bis zu den 1960er Jahren führt vor Augen, dass maßgebliche Künstlerinnen und Künstler ihr Werk zunächst gegen Verunglimpfung und Aggression durchsetzen mussten. Ihre Widersacher waren Publizisten und Kritiker – feindselig, gnadenlos, überheblich. "Schlecht gezeichnet", "derb hingestrichen", das waren noch die harmlosesten Urteile. Kritiker wüteten wie die Berserker.

Und heute?
Kunstkritik scheint an Bedeutung einzubüßen. Die allgemeine Diagnose: Verbindliche Maßstäbe für Qualität sind abhanden gekommen, statt kompetenter Urteile nichts als subjektive Schnoddrigkeit oder Marketing-Verlautbarungen. Gleichzeitig florieren Kunstmagazine, laufend erscheinen neue Titel. Was ist los? Anlass, die Kunstpublizistin Maribel Königer und den Künstler Lois Renner über die Beziehung(skrise) ihrer Zünfte zu befragen.


Lois Renner
Geboren 1961 in Salzburg/Österreich. Lebt und arbeitet in Wien
Hochschule Mozarteum, Salzburg; Rheinische Kunstakademie, Düsseldorf
Msgr. Otto Mauer-Preis
Professur für Künstlerische Fotografie an der Staatlichen
Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe
Einzelausstellungen (Auswahl): Salzburger Kunstverein; Kunsthaus Bregenz; Landesgalerie am Oberösterreichischen Landesmuseum; Museum Abteiberg, Mönchengladbach; Kunsthalle Tübingen; Overbeck-Gesellschaft, Lübeck
Teilnahme an Gruppenausstellungen im In- und Ausland.
http://www.loisrenner.com/


Maribel Königer
Kunsthistorikerin, Autorin und Journalistin. Lebt seit 2001 in Wien. In den 1990er Jahren als Kunstkritikerin und freie Mitarbeiterin vieler deutschsprachiger Medien und Kunstmagazine in Paris tätig, darunter die Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Focus, Vogue, Kunstforum International, Springer, Kunst-Bulletin. 1996 bis 1997 Pressesprecherin der documenta X in Kassel, 1997 bis 2000 Pressesprecherin des Kultur- und Ereignisprogramms, des Themenparks und der Weltweiten Projekte der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover.
2001 bis 2006 Öffentlichkeitsarbeit und die Leitung des Ateliers von Lois Renner. Seit Jänner 2007 Leitung der Kommunikation der ERSTE Stiftung (http://www.erstestiftung.org/). Seit 2005 Präsidentin der österreichischen Sektion des KunstkritikerInnenverbands AICA (http://www.aica.at/).

 

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Foto: © maschekS.