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Sound Passagen, (c) Magnus Hofmüller

SOUND PASSAGEN

Wir sind am Eingang angekommen. Betrachtet man das Format RAUM LENTOS als Reise durch die Architektur und Funktion des LENTOS Kunstmuseum Linz, so findet diese Reise mit „Soundpassagen“ nun zu ihrem eigentlichen Startpunkt.

Die KünstlerInnen Karin Fisslthaler und Richard Eigner begannen den explorativen Trip durch die Gebäude, indem sie 2010 den gesamten Innen- und Außenraum akustisch untersuchten, dokumentierten und interpretierten. Der Filmemacher Siegfried A. Fruhauf näherte sich dem Haus visuell und bespielte und inszenierte bewusst die „Nicht-Ausstellungsflächen“ des Gebäudes mit seinen Arbeiten – sowohl fotografisch als auch filmisch. Als alles vereinender Abschluss der Deutungen und Expeditionen durch das Museum eigneten sich Ende 2012 Viktoria Schlögl und Markus Zett in einem 36-stündigen performativen Kraftakt das Haus als Forschungsobjekt an. In der Zusammenschau eröffnen diese Performances und Interventionen einen neuen Blick auf das LENTOS – sie zeigen das Museum als Maschine, als organisches Wesen, als nüchternen Funktionsraum und letztendlich als unglaublich offenes Terrain.

Die akustische Bespielung des Eingangsbereichs – der als typischer Transferort gesehen und wahrgenommen wird – ist nun die schöne Klammer zu dem, was 2010 mit dem Projekt Expedition Sonar begonnen hat.
Das 10-jährige Jubiläum des LENTOS war Anlass zur Umsetzung und barg gleichzeitig auch die KünstlerInnenliste der Soundpassagen in sich. Unter den an der Ausstellung See this Sound beteiligten KünstlerInnen war Carl Michael von Hausswolff der sicherlich geeignetste Kandidat. Seine Arbeit in der Ausstellung vermaß den Raum über die Monate hinweg mittels eines Echolots und gab dieses akustisch wieder. Michaela Melián trug mit einem ihrer seltenen Liveauftritte zum 10-Jahres-Jubiläum bei und ist mit ihrer Arbeit Föhrenwald Teil der LENTOS-Sammlung. Andreas Kurz war maßgeblich an dem sehr erfolgreichen Format Hotel LENTOS beteiligt – er war als Sounddesigner und Livekompositeur tragendes Element dieser Inszenierung. Als Studierende beschäftigte sich Lena Leblhuber im Rahmen eines Projekts der Kunstuniversität Linz, das im und um das LENTOS Kunstmuseum situiert war, mit der akustischen Interpretation des Hauses. Und schließlich David Toop: Er begeisterte bei seiner Lecture anlässlich der Ausstellung von Gilbert & George und wurde im LENTOS in die Welt des Alfred Kubin eingesogen.

Magnus Hofmüller

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Foto: © RAUM LENTOS / Magnus Hofmüller