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Bild von Peter Fischli / David Weiss: Surrli

Projektion

28.9.2007 bis 13.1.2008

Medienhistorische Themenausstellung zum Medium des projizierten Bildes mit Dia-Serien und Lichtinstallationen von wegweisenden Arbeiten der 1960 Jahre bis heute.
Die Ausstellung "Projektion" nimmt sich eines spannenden Themas der Kunst seit den 1960er Jahren an. Mit paradigmatischen Werken entwirft sie einen historischen Durchgang bis in die Gegenwart.
Der Begriff der Projektion ist einerseits der "Bildwurf" auf eine Wand, als auch der Entwurf eines Gedankens und eine Metapher der Vorstellungskraft. Neben der "idea projectionis" – der Projektion als Metapher – versucht die Ausstellung die Bedeutung der sie umgebenden Architektur als installatives Element ihrer Aufführungspraxis herauszuarbeiten.

Mit Werken von Paul Chan (USA, *1973), Imi Knoebel (D, *1940), Peter Fischli (CH, *1952)/ David Weiss (CH, *1946 ), Ryan Gander (GB, *1976), Liam Gillick (GB, *1964), Dan Graham (USA, *1942 ), Cornelia Parker (GB, *1956), Beat Streuli (CH, *1957), Valie Export (A, *1940).

Eine Ausstellung des Kunstmuseum Luzern, kuratiert von Susanne Neubauer.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Bild(ent)wurf und Realität

Projektion: eine Ausstellung von Licht-Bildern. Nicht nur der klassische Bildwurf, das Lichtmedium, wird gezeigt, sondern Bilder der Vorstellungen werden in verschiedenen Variationen verhandelt.
Zehn internationale Künstlerinnen und Künstler mehrerer Generationen zeigen unterschiedliche Umgangsformen mit einem ursprünglich funktionalen Medium – dem Dia-Positiv – und seine aktuelle Ablöse durch die Datenprojektion.
Die Auswahl von zwölf maßgeblichen Werken aus 40 Jahren vermittelt historische Entwicklungen und repräsentiert das breite Spektrum an Möglichkeiten, die sich für die Kunst in diesem Bereich eröffnet haben.
Einige historische Werke, etwa von Dan Graham oder Imi Knoebel wurden bislang kaum gezeigt und können als Entdeckungen
gewertet werden. Ihre Arbeiten sowie die älteren Werke von Fischli/Weiss haben sich als Schlüsselwerke in der Weiterentwicklung deren künstlerischen Werks erwiesen.
Bereits als "klassisch" gilt VALIE EXPORTs Auseinandersetzung mit der Beziehung von Realität und Apparat. Der spannende Parcours endet chronologisch mit Paul Chans digitaler Animation 1st light, in der alltägliche Objekte durch ihre silhouettenhafte Darstellung als Schatten verfremdet werden, womit der Bogen zurück zu Platos berühmtem Höhlengleichnis geschlagen wird.

Stella Rollig

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