| Archiv | Ausstellungsausschnitt | Biographie |


K.U.SCH. (renate Krätschmer Und jörg SCHwarzenberger)
„Sowohl als auch, aber weder noch“

Installation mit Performance zur Eröffnung
25. April bis 25. Mai 2002
Torso
1999




Ausstellungsausschnitt

Biographie
Individueller modus vivendi

Renate Krätschmer und Jörg Schwarzenberger, die seit geraumer Zeit unter der Teambezeichnung K.U.SCH. zusammenarbeiten, zählen zu jenen Einzelgängern und Außenseitern der österreichischen Kunstszene, die ihre vielfach grenzüberschreitenden Werke und Aktionen in engem Zusammenhang mit grundlegenden Problemstellungen von Architektur, Umwelt und Leben entwickeln.
Lapidare, ironische Objekte (manche durchaus dadaistischem Denken verwandt) und individuell konzipierte, in Einzelanfertigung hergestellte Möbel bilden den Kern ihrer Werke, die in enger Verbindung mit den Sinnfragen des Lebens und der Praxis des Alltags den permanenten, relativierenden Versuch einer bildnerischen Begriffsklärung und Visualisierung unserer heutigen komplexen Lebenszusammenhänge darstellen.

„Wir sehen unser künstlerisches Werk als eine interdisziplinäre Gratwanderung, mit mehr oder weniger deutlich ausgeprägtem Hang zum Gesamtkunstwerk. Mit wechselnden Neigungen, aber immer die größeren Zusammenhänge im Auge.
Zur Gratwanderung gehört das Schwanken zwischen Gegensätzen und deren Verknüpfung, das Verdeutlichen und Verrätseln, die Irritation. Das Schwanken zwischen einer quasi sakralen Ernsthaftigkeit und einer kabarettistischen Scherzhaftigkeit, zwischen Konstruktion und Destruktion, zwischen Apollinischem und Dionysischem, zwischen Auratischem und Artikuliertem, Sachlichkeit und Sinnlichkeit, Distanz und Nähe, Fülle und Leere, Nichts und Etwas. Zur Komplexität dieses interdisziplinären Gratwanderns gehört es auch, dass die Werke ihre solcherart ambivalente Medialität mitthematisieren. Im Sinne von Marshall Mc Luhans Definition: „Das Medium ist die Botschaft“.

In diesem Kontext steht die Auseinandersetzung mit Themen wie: Das Rad, der Rahmen, die Säule, die Genialität, die Natürlichkeit und die Künstlichkeit, die zweite und dritte Haut, die Leere und die Negation, die Projektions–Fläche, die Gestik der Linie, das Zeichen, die Signalik und die Symbolik (im besonderen in Verbindung mit der Deutung der trivialen Dingwelt).
Die fallweise Nähe etwa zur Land-Art, Concept-Art, Minimal-Art, Op-Art, Pop-Art, Fluxus, Arte Povera oder auch zu den individuellen Mythologien, hatte und hat dabei jeweils ganz spezifische Dimensionen und Bedeutungen in der persönlichen, künstlerischen Entwicklung des Künstlerpaares. Über allem aber schwebt noch immer der archaische Reduktionismus und die geometrische Abstraktion der ersten Stunde.“ (K.U.SCH.)

Die Neue Galerie steht mit den Künstlern seit Jahrzehnten in Kontakt. K.U.SCH. ist in der Sammlung des Linzer Museums mit dem „Pythagoräischen Meditationstisch mit vier Hockern“ (1983) vertreten.

Zur Eröffnung am 25. April 2002, um 19 Uhr findet eine Installation und Performance in Form eines Laufstegtheaters statt.
    NEUE GALERIE DER STADT LINZ
    Blütenstraße 15, A-4040 Linz
    Tel. +43/ 732/ 7070- 3600, Fax +43/ 732/ 736190
    http://neuegalerie.linz.at, e-mail: Neue.Galerie@mag.linz.at


    Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr, Do. 10-22 Uhr
    geschlossen am 1., 9., 19. und 20. Mai 2002
    Eintrittspreise: Erwachsene € 5,-
    Schüler, Studenten, Senioren € 3,-
    Schüler im Klassenverband € 2,-
    Führungskarte: € 2,- (excl. Eintritt)
    Anfahrt: Straßenbahn 3 (bis Station Biegung)
    Parkmöglichkeit: wochentags 2 Stunden Gratisparken (8:00h - 18:00h)
    in der Garage des Lentia 2000
    Aufzug zum Museum vorhanden

| Archiv | Ausstellungsausschnitt | Biographie |