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LINEAMENTE INTERNATIONAL
Von der Linie zur Zeichnung

26. 8. - 5. 12. 1999

Arnulf Rainer
Linz
1990
Überzeichnung, Mischtechnik über Linz-Druck
34,5 x 46 cm
Inv. Nr. G 5648


Ausstellungsausschnitt

Liste aller ausgestellten Werke
Von der Linie zur Zeichnung, Ausstellungsmotto und Imperativ, die den Entstehungsprozeß, das breite Feld der Möglichkeiten und Abwandlungen des Mediums fixieren. Aufruf zum Blick hinter die Kulissen, eine Reise in das große Depot einer reichen graphischen Sammlung, um vermittelnd zwischen den Generationen, Stilen, Tendenzen und Techniken all das aufzuzeigen, was Zeichnung und Graphik in ihrer Direktheit, Spontanität und Unabdingbarkeit vermögen. Ungewöhnliche Vergleiche und viele Neuerwerbungen im Who is Who der Namen und in der Konfrontation mit Meisterwerken des 20. Jahrhunderts. Obwohl Quantitäten in der Kunst nur bedingt eine Rolle spielen, präsentieren sich die rund 150 Exponate der Ausstellung Lineamente international als kompakter Überblick der Graphiksammlung des Museums.


Zusammenfassungen und Themenkreise ergeben u.a. folgende Schwerpunkte:

Klassische Moderne
mit Werken von Pierre Bonnard, Georges Braque, Gustav Klimt, Alfred Kubin, Henri Matisse, Georges Rouault und Henri Toulouse-Lautrec

Informel und Abstrakter Expressionismus
u.a. mit Blättern von Pierre Alechinsky, Karel Appel, Willem de Kooning, Georges Matthieu, Henri Michaux, Hans Staudacher und Antoni Tàpies

Die Zeichnung in Österreich nach 1945
von Kurt Absolon, Arnulf Rainer, Alfred Hrdlicka, Walter Pichler, Josef Mikl und Günter Brus bis in die Gegenwart.

Grenzüberschreitungen der Zeichnung
Wolfgang Ernst, Jean Charles Blais, Martine Rassineux


Neben thematischen und stilistischen Zusammenfassungen lassen sich auch Schwerpunkte nach den Entstehungsdaten der Werke und der Art ihrer technischen Umsetzung deutlich erkennen. Annähernd 40 Arbeiten werden als Neuerwerbungen aus jüngster Zeit erstmals gezeigt. Die Spannweite des Materials wird nicht zuletzt auch durch die Art einer lebendigen und schlüssigen Präsentation sowie durch die Unterschiedlichkeit der Formate bestimmt: So mißt das kleinste Format, eine Kaltnadelradierung von Nicola de Maria, lediglich 10 x 15 cm in der Platte, die größte Zeichnung stammt von dem Kärntner Alois Köchl mit Ausmaßen von 263 x 202 cm.

Peter Baum


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