| PHOTOGRAPHIE - DIE SAMMLUNG | |||||||||||||||
|
18. Oktober 2000 - 28. Jänner 2001 Eröffnung: Mittwoch, 18. Oktober 2000, 19.00 Uhr | |||||||||||||||
|
Shirin Neshat geb. 1957 in Qazvin, Iran lebt in New York Stripped, 1996 Gelatin-Silber-Druck mit Tusche 35,5 x 28 cm Neue Galerie der Stadt Linz Inv. Nr.: 6802, erworben November 1996 Ausstellungsausschnitt |
||||||||||||||
|
Im Programm der Neuen Galerie der Stadt Linz für die Saison 2000/2001 ist eine grosse und zentrale Ausstellung der Photographie gewidmet. Gegenstand der Ausstellung mit dem Titel Photographie - die Sammlung sind die beachtenswerten Sammlungsbestände des Museums, die in Ensembles und bedeutenden Einzelbildern nach historischen Schwerpunkten zusammengefasst, erstmals umfassend gezeigt werden. Als Querschnitt und photohistorischer Überblick zugleich verdeutlichen rund 150 von nahezu 500 Exponaten Eigenheiten und Spezifika sowie aufschlussreiche entwicklungsgeschichtliche Phänomene der Photographie; nicht zuletzt im Vergleich zu den anderen Disziplinen der bildenden Kunst. Ausgehend von Landschaften und Porträts des 19. Jahrhunderts (Julia Margaret Cameron, Felix Beato, Wilhelm Burger, Nadar, Lewis Carroll, Pascal Sébah) wird die Avantgarde der 20er und 30er Jahre u.a. mit Bildbeispielen von Karl Blossfeldt, Walter Peterhans, Herbert Bayer, André Kértesz und Alexander Rodtschenko gezeigt. Bedeutende österreichische Photographen der Zeit nach 1945 wie Inge Morath, Erich Lessing, Franz Hubmann, Leo Kandl oder Heinz Cibulka stehen Mario Giacomelli, Dieter Appelt, Candida Höfer, Bernhard Prinz oder der zuletzt viel beachteten Photographin und Videokünstlerin Shirin Neshat gegenüber. Schon seit längerem werden schon die Grenzen der Photographie vielfach aufgehoben, gesprengt, multimedial verwoben und auf diese Weise mit anderen Techniken, Denkmöglichkeiten sowie ästhetischen Praktiken in Verbindung gebracht. Arnulf Rainer, Günter Selichar, Ilse Haider und Eva Schlegel sind dafür in gleicher Weise beispielgebend wie Valie Export, Hermann J. Painitz, James Casebere, Lois Renner und Irene Andessner. Die Ausstellung erschließt einen beachtenswerten, bisher nur wenig bekannten Aspekt der Linzer Sammlung. Sie ist ein spannender, an Entdeckungen reicher Streifzug durch mehr als 160 Jahre abwechslungsreicher Fotogeschichte. | |||||||||||||||
| |||||||||||||||