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UNGARN - AVANTGARDE IM 20. JAHRHUNDERT
27. 8. - 29. 11. 1998

Konzept und Katalog: Peter Baum Mitarbeit: Elisabeth Nowak-Thaller, Andrea Bina

Ausstellung zum Europäischen Kulturmonat in der
Neuen Galerie der Stadt Linz


Sándor BORTNYIK
Der neue Adam, 1924
Öl auf Leinwand
48 x 38 cm
Ungarische Nationalgalerie, Budapest
Inv. Nr.: 64.85 T


Ausstellungsausschnitt

Symposium

Zum Europäischen Kulturmonat in Linz und über diesen hinausreichend wird die Neue Galerie der Stadt Linz in der Zeit vom 27. August bis 29. November 1998 die bisher größte und wahrscheinlich auch bedeutendste Ausstellung ungarischer Kunst des 20. Jahrhunderts zeigen, die bis heute in Österreich zu sehen war. Der Bogen des Projekts spannt sich von der ungarischen Landschafts- und Genremalerei um 1900 über den Konstruktivismus und die dreißiger Jahre bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg und zur unmittelbaren Gegenwart. Das Schaffen zeitgenössischer Künstler wird nicht nur in der Neuen Galerie, sondern auch in der Galerie der Linzer Künstlervereinigung Maerz (bis 3. Oktober) und im Schloß Peuerbach (bis 11. Oktober) zu sehen sein.

Die Ausstellung signalisiert entscheidende Beiträge zur europäischen Moderne, weist auf Wechselwirkungen in der Beeinflußung ungarischer Künstler durch Paris, München und Wien hin, zeigt aber auch, welchen Stellenwert so bedeutende Maler wie Rippl-Ronai, Fènyes, Ferenczy, Bortnyik, Kassak, Moholy-Nagy, Uitz, Korniss, Vasarely bzw. Photographen wie Brassai oder André Kertész einnehmen. Diese Gesichtspunkte unter Wahrung größtmöglicher Qualität gelten auch für die Zusammenstellung der Werkauswahlen bei den zeitgenössischen ungarischen Künstlern.


Es ist eine Ausstellung voller Entdeckungen, espritgeladen und spannungsvoll, Gemeinsamkeiten unterstreichend und zugleich auf Kontraste angelegt. In vielen Beispielen trifft man auf ein unver-wechselbares Kolorit und jene weiterreichenden Idiome, die in spezieller Weise der bildenden Kunst Ungarns eigen sind.

Alles in allem wird die an drei Schauplätzen vorbereitete Ausstellung ca. 300 Werke von insgesamt 38 Künstlerinnen und Künstlern enthalten. Sie soll das Potential ungarischer Kunst in entscheidenden Ausschnitten aufzeigen und damit zu einer besseren Kenntnis der künstlerischen Situation in unserem Nachbarland beitragen. Es wird eine spezifische und zugleich vielfältige Ausstellung sein, die umfangreiche Begleitprogramme mit einem Symposion zu Fragen der Wechselwirkungen der Kunst beider Länder, aber auch musikalische Darbietungen und Autorenlesungen anbietet (12.-14. November).

Wichtigster Partner und Leihgeber sowie entscheidender Garant für die Gewichtung des historischen Teils der Ausstellung ist die Ungarische Nationalgalerie in Budapest. Sie alleine stellt mehr als 40 bedeutende Gemälde und ebenso viele Arbeiten auf Papier zur Verfügung. Ein zweites größeres Kontingent mit 17 Werken kommt aus der Modernen Ungarischen Galerie Pécs und dem dortigen Vasarely-Museum. Weitere Leihgeber sind das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig in Wien und das Kunstmuseum Basel. Hinzu kommen noch private Leihgeber und Museen in Deutschland, der Schweiz, Ungarn und Holland.

KünstlerInnenliste:

Imre Bak, Akos Birkás, Sándor Bortnyik, Brassaï, Ágnes Deli, Gábor Erdélyi, László Fehér, Adolf Fényes, Károly Ferenczy, Péter Gémes, Róza El-Hassan, Tamás Hencze, Vilmos Huszár, György Jovánovics, Lajos Kassák, André Kertész, Károly Klimó, Tamás Konok, Dezsö Korniss, Tamás Körösényi, József Koszta, Éva Köves, Dóra Maurer, Olga Maté, László Moholy-Nagy, Vera Molnár, László Mulasics, József Nemes-Lampérth, Hunor Petör, József Rippl-Rónai, TamásTrombitás, Lajos Tihanyi, Béla Uitz, Lajos Vajda, Viktor Vasarely, János Vaszary, Béla Veszelszky, Gábor Záborszky

Weitere Ausstellungsorte:

Galerie Maerz, Linz, Landstraße/Taubenmarkt 1: 27.8.-3.10.1998
Öffnungszeiten: Mo-Fr 15-19 Uhr, Sa 10-13 Uhr (Eintritt frei)

Schloß Peuerbach: 29.8.-11.10
Öffnungszeiten: Di-Sa 9-12 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 14-16 Uhr, Mo geschlossen (Eintritt frei)