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Die gezeich­ne­te Welt der Emmy Haesele

bis
  • Emmy Haesele, Frau im grünen Kostüm, 1942
  • Emmy Haesele, Homo Ludens, 1962
  • Emmy Haesele, Der Dichter und seine Muse, 1964
  • Emmy Haesele, Frau mit Bär, 1959
  • Emmy Haesele, Träume, 1949
  • Emmy Haesele, Sisyphus, 1943
  • Ausstellungsansicht, Die gezeichnete Welt der Emmy Haesele, 2021
  • Ausstellungsansicht, Die gezeichnete Welt der Emmy Haesele, 2021
  • Ausstellungsansicht, Die gezeichnete Welt der Emmy Haesele, 2021
  • Ausstellungsansicht, Die gezeichnete Welte der Emmy Haesele, 2021
  • Ausstellungsansicht, Die gezeichnete Welt der Emmy Haesele, 2021

Emmy Hae­se­le (1894 – 1987, geb. als Emma Hele­ne Göh­ring) wächst in groß­bür­ger­li­chen Ver­hält­nis­sen in Wien auf. Nach dem Ers­ten Welt­krieg zieht sie mit ihrem Ehe­mann, dem Arzt Hans Hae­se­le, in die klei­ne Salz­bur­ger Land­ge­mein­de Unken bei Lofer. An Phi­lo­so­phie und Theo­so­phie umfas­send inter­es­siert, beginnt sie im Alter von 36 Jah­ren, ihre Träu­me und Bil­der des Unbe­wuss­ten zu zeich­nen. Bald dar­auf fädelt der befreun­de­te deut­sche Schrift­stel­ler Oscar A. H. Schmitz ein Tref­fen mit Alfred Kubin ein. Nach mehr­jäh­ri­ger inten­si­ver Bezie­hung zu dem als Magi­er von Zwick­ledt“ bekann­ten Alfred Kubin ver­än­dert sich Hae­se­les Zei­chen­stil gra­vie­rend. Die über­aus sen­si­ble Künst­le­rin lässt nun mär­chen­haf­te Chif­fren zur Bewäl­ti­gung von geschlech­ter­spe­zi­fi­schen Kon­flik­ten aus ihrer See­le auf­stei­gen. Ani­mus und Ani­ma über­neh­men die Haupt­rol­len in der bild­li­chen Dar­stel­lung ihrer Ängs­te und Drang­sa­le. Auch tra­gi­sche Schick­sals­schlä­ge in der Zeit des Zwei­ten Welt­kriegs ver­sucht Hae­se­le mit­hil­fe von C. G. Jungs Arche­ty­pen­leh­re zeich­ne­risch zu ver­ar­bei­ten. In den 1950er- und 1960er-Jah­ren schlägt die Figur des men­schen­freund­li­chen Har­le­kins schließ­lich einen ver­söhn­li­chen Ton in ihren Wer­ken an.


Die Aus­stel­lung gewährt berüh­ren­de Ein­bli­cke in den Ent­wick­lungs­pro­zess einer Frau, die nach lan­gen, schick­sal­haf­ten Irrun­gen und Ver­wir­run­gen schluss­end­lich Frie­den mit ihrem Leben schloss.

Kura­to­rin: Bri­git­te Reutner-Doneus

Publi­ka­ti­on

Zur Aus­stel­lung erscheint ein reich bebil­der­tes Kata­log­buch mit einem Vor­wort von Hem­ma Schmutz und Text­bei­trä­gen von Bar­ba­ra Wal­ly, Fer­di­nand Altnö­der und Bri­git­te Reut­ner-Doneus. 120 Sei­ten, € 22.

Saal­heft

Die Aus­stel­lung wird von einem kos­ten­lo­sen Saal­heft beglei­tet, das detail­lier­te Infor­ma­tio­nen über ein­zel­ne Wer­ke beinhaltet.


Saal­heft zum Download

Video

#SneakPeek: Die gezeichnete Welt der Emmy Haesele

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