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Rück­blick

Transformation und Wiederkehr

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Parallel zur Kontinuität rechtsextremer politischer Ideen existiert ein Nachleben der wiederholten Repräsentation des Faschismus in Kunst und Literatur, sowie eine Aneignung seiner ästhetischen Versatzstücke in Populär- und (transgressiver) Subkultur. Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen und Strategien einer Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen. Sie reichen von Aneignung und mimetischer Subversion bis hin zur analytischen Betrachtung, Reinszenierung und Dekonstruktion faschistoider Mechanismen.

Franz Gertsch

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Im März 2020 feierte der international berühmte Schweizer Künstler Franz Gertsch seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlass zeigt das Lentos Kunstmuseum Linz eine Ausstellung mit monumentalen, beeindruckenden Gemälden, die sich im Wesentlichen auf Gertschs entscheidende Schaffensphase der 1970er-Jahre konzentriert.

Still

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Ein Winter-Panorama aus der Sammlung des Lentos Kunstmuseum Linz und des Stadtmuseum Nordico.
Caspar, Melchior und Balthasar bringen dem Museum ihre Gaben dar. Engel aus dem Nordico und der Lentos-Krampus gewähren neue Einblicke in die Sammlungen der Museen der Stadt Linz.
Ein auf knapp 100 Werke konzentriertes Winter-Panorama von Heinz Bitzan, Mario Giacomelli, Gerhard Trumler, Margret Bilger, Klemens Brosch, Lovis Corinth, Josef Dobrowsky, Johann Hauser, Egon Hofmann, Alfred Hrdlicka, Ernst Huber, Hanns Kobinger, Maximilian Koller, Oskar Laske, Hans Pollack, Karl Rössing, Franz Sedlacek, Josef Sudek und Oswald Tschirtner.

Luciano Castelli

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Luciano Castelli (*1951) lädt im Lentos-Kabinett in die Jugendstilvilla Reckenbühl in Luzern ein, wo der Künstler mit seinen Mitbewohnern das Leben als kunstvoll gestaltete Party feierte. Die Räume der Villa dienten als Kulisse für seine Fotoserien, die er meist mit dem Selbstauslöser machte und damit früh Gender-Grenzen sprengte.

Linda Bilda

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Viel zu jung und überraschend starb Linda Bilda im Sommer 2019. Das Lentos zeigt eine erste Retrospektive der Wiener Künstlerin. Doch diese Ausstellung wird kein zurückgelehnter Überblick: Bildas poetisch-politischer Pop hat in all seinen Ausprägungen die Welt nicht in Ruhe gelassen.

Hommage à VALIE EXPORT

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Valie Export gilt international als eine der wichtigsten KünstlerInnen konzeptueller Medien-, Performance- und Filmkunst. Zu ihrem 80. Geburtstag präsentiert das Lentos eine Auswahl von 30 Werken und Werkgruppen, darunter Arbeiten aus dem eigenen Bestand des Kunstmuseums, der durch den Ankauf des Vorlasses der Künstlerin im Jahre 2015 bedeutsam erweitert wurde.

Jakob Lena Knebl

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Jakob Lena Knebl inszeniert ein Environment, das Werke aus der Sammlung des Lentos in einem neuen Licht erscheinen lässt. In sinnlicher Art und Weise präsentiert die Künstlerin beide Räume im Untergeschoss konträr und bipolar, wobei eine dunkle Seite einer Bunten entgegengesetzt wird. Durch Kombination mit eigenen Arbeiten und ihrem, als Künstlerin, stark subjektiv gefärbten kuratorischen Ansatz unterzieht Knebl die Sammlung einer politischen Neubewertung. Sie bricht den klassischen Kanon der Sammlungspräsentation auf und erprobt eine „demokratische Art“ des Ausstellens. Dieses Spiel mit unterschiedlichen Taktiken ermöglicht einen ungewöhnlichen, niederschwelligen Zugang und vermag Ernsthaftigkeit mit einem Augenzwinkern zu vermitteln.

Josef Bauer

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„Das Bild lässt alles offen und die Sprache engt ein.“ Zu dieser Erkenntnis gelangte der junge Josef Bauer an der Linzer Kunstschule, wo er von 1956 bis 1964 bei Herbert Dimmel studierte. Damals stellte er bereits erste medienkritische Überlegungen an.

Paweł Althamer

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Der renommierte polnische Gegenwartskünstler Paweł Althamer ist bekannt für seine partizipativen Kunstprojekte, figurativen Skulpturen und performativen Selbstporträts. Er setzt häufig auf soziale Kooperationen sowie auf das Miteinbeziehen seines Umfelds und ihm nahestehender Personen. Mit seinen Projekten hinterfragt er soziale Strukturen und Netzwerke, um sich nicht selten in diese neu einzuschreiben.

Wolfgang Gurlitt. Zauberprinz

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Leben und Wirken des Kunsthändlers Wolfgang Gurlitt (1888–1965) und die Anfänge des Lentos Kunstmuseum sind eng miteinander verbunden: Mit der Sammlung Gurlitt verwaltet das Museum ein ebenso glanzvolles wie problematisches Erbe. Die Ausstellung beleuchtet die bewegte Biografie des leidenschaftlichen Sammlers und schillernden Kunsthändlers Wolfgang Gurlitt, der während der Zeit des Nationalsozialismus in den Handel mit beschlagnahmter Kunst involviert war.

Otto Zitko

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Retroprospektiv: Der Titel der Ausstellung von Otto Zitko im Lentos Kunstmuseum steht für einen in die Zukunft gerichteten Blick, entwickelt und geschärft in vergangenen Auseinandersetzungen. Dieses Zusammentreffen von „prospektiv“ und „retrospektiv“ wird in der Werkauswahl deutlich, die sowohl Arbeiten aus den frühen 1980er-Jahren als auch aktuelle Produktionen umfasst. Ein Großteil der Werke stammt aus österreichischen Sammlungen.

Extraordinaire!

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Das künstlerische Schaffen von Patient*innen aus psychiatrischen Institutionen stößt zunehmend auf öffentliches Interesse, ist aber erst wenig erforscht. In einem einzigartigen Projekt an der Zürcher Hochschule der Künste wurden unter der Leitung von Katrin Luchsinger die um 1900 in allen kantonalen Kliniken der Schweiz entstandenen Werke erfasst. Die PatientInnen schufen ihre Werke mit Hingabe und mit großer technischer wie künstlerischer Kompetenz. Sie verstanden ihre Arbeiten als Beitrag zum öffentlichen Leben, als Erfindung oder Ausdruck ihrer Gedanken, als Kritik an der Anstalt oder Bereicherung im eintönigen Alltag. Ihre Kunst ist geprägt vom Ausschluss aus der Öffentlichkeit und von der Frage, was als „normal“ galt.

Lassnig - Rainer

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Maria Lassnig und Arnulf Rainer zählen zu den erfolgreichsten KünstlerInnen Österreichs. Lassnig würde heuer ihr 100. Lebensjahr begehen, Rainer feiert seinen 90. Geburtstag. Beide lernten sich 1948 in Klagenfurt kennen. Ihre gemeinsam verbrachten Jahre prägten ihr künstlerisches Werk grundlegend.

Fotografie

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Die Ausstellung geht der Frage nach, was die Faszination der Fotografie von ihren Anfängen bis heute ausmacht. Was ist die Essenz des Fotografischen? 180 Jahre nach der Erfindung der Fotografie hat sie ihre mythische Qualität bewahrt: die magische Verbindung, die zwischen einem Objekt und seiner Darstellung besteht.

Wer war 1968?

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Im Lentos dreht sich alles um das Jahrzehnt der Ausbrüche, Aufbrüche und Umbrüche in der Stahlstadt Linz. Das Jahr I968 steht für eine Epochenwende. Die Studentenunruhen und Arbeiteraufstände brachten in Westeuropa und den USA die Machtgefüge der Nachkriegsordnung ins Schwanken, während die Zerschlagung des Prager Frühlings durch sowjetische Panzer das Ende der Hoffnung von einer Öffnung des Ostblocks signalisierten.

Tatiana Lecomte

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In Tatiana Lecomtes Film Ein möderischer Lärm berichtet ein Zeitzeuge über seine Zwangsarbeit im Konzentrationslager Gusen. Der Film steht am Anfang einer Ausstellung, die sich mit der medialen Darstellung geschichtlicher Ereignisse rund um das folgenschwere Jahr 1938 beschäftigt. Dafür forschte die Künstlerin in Linzer Fotoarchiven. Lecomtes Interesse liegt in ihrem künstlerischen Schaffen bei analogem Bildmaterial, das üblicherweise verwendet wird, um die kollektive Erinnerung an die Vergangenheit aufrecht zu erhalten. Die Künstlerin nähert sich dem Archivmaterial mit der Absicht, überlieferte Festschreibungen von Bedeutungen zu hinterfragen.

Hidden Alliances

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Ars Electronica Festival 2018 | Featured Artist

Verwundert über eine angebliche Welt ohne Künstlerinnen im Bereich der elektronischen Musik/Kunst machte sich Elisabeth Schimana in den 90er-Jahren auf die Suche. Projekte wie portrait 01 – Die Futuristin, realisiert vom Ö1 Kunstradio, führten nach der Gründung von IMA Institut für Medienarchäologie 2005 zu einer Serie aus Videoporträts unter dem Titel IMAfiction. 10 Künstlerinnen, Pionierinnen ihrer Zeit, erzählen in der Ausstellung eine etwas andere Geschichte und entwerfen gemeinsam ein spannendes Beziehungsgeflecht.

Nilbar Güreş

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Die Kunst von Nilbar Güreş fasziniert durch einen einzigartigen poetischen und humorvollen Erfindungsreichtum, der immer auch seine kritisch-politische Unterseite hat. In ihren Fotografien, Collagen, Objekten und Videos setzt sich Güreş mit Klischees gesellschaftlicher Sichtbarkeit von Frauen in unterschiedlichen kulturellen Feldern auseinander, sei es in ihrem Herkunftsland Türkei oder in Brasilien. Sie entwirft und inszeniert witzig herausfordernde Gegenbilder- und figuren, in denen sie die gängigen Rollenzuweisungen unterläuft. Hintergründig bringt sie zugleich die Abwehrhaltung der westlichen Gesellschaft gegenüber den Kleidervorschriften religiös geprägter Kulturen ins Spiel. Ihre Bilder und Objekte sind von hoher sinnlicher Materialität, merkwürdig rätselhaft, vielfach mit erotischem Inhalt aufgeladen und führen in eine vielschichtige, widersprüchliche und auch nachdenklich stimmende andere Wirklichkeit. Die Retrospektive umfasst Arbeiten von 2006 bis heute, darunter vier für die Ausstellung neu entstandene Produktionen.

Katharina Gruzei

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Die Auseinandersetzung mit Arbeit ist ein zentrales Thema der Künstlerin Katharina Gruzei. In der Serie Bodies of Work befasst sie sich mit der Linzer Schiffswerft (ÖSWAG). Gruzei begleitete über einen Zeitraum von zwei Monaten mit ihrer Kamera den Bau eines großen Fährschiffs. Mann und Maschine erweisen sich im industriellen Schaffensprozess als perfekt aufeinander abgestimmt. Gruzei sieht den „Arbeiterkörper“ in diesem Zusammenhang als „Verhandlungsort für die stets aktuellen Diskurse um den Stellenwert und die Veränderung von Arbeit.“

1918-Klimt-Moser-Schiele

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Das Jahr 1918 bedeutet für die österreichische Kunst einen tiefen Einschnitt: Durch den Tod von Gustav Klimt (6.2.1918), Koloman Moser (18.10.1918) und Egon Schiele (31.10.1918) verlor die Wiener Avantgarde innerhalb weniger Monate drei ihrer genialsten Vertreter. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges waren nicht nur das deutsche Kaiserreich und die österreichisch-ungarische Monarchie erloschen, auch das Ende der Kunst als dekorative, heilende Kraft war besiegelt.

Ines Doujak

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Der Große Saal des Lentos wird zum Fashion Store! Die österreichische Künstlerin Ines Doujak präsentiert ihre ausgefallenen Modekollektionen. Der Ausstellungsraum wird dabei zur Umkleidekabine: Berühren, Anprobieren und Fotografieren erwünscht. Den Glamour der Modewelt auf- und angreifend, sind Doujaks Arbeiten geprägt von widerständigen Kämpfen aber auch von Schönheit. Die Künstlerin bringt die ausbeuterischen Strukturen, Geschlechter- und Klassenordnungen von Haute Couture und Massenkleidung ins Spiel und lässt die Grenzen zwischen Fashion-Statement und Kunstwerk verschwimmen.

Valie Export

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Der Ausstellungsraum im Untergeschoss des Lentos wird temporär zum Archiv Valie Export und gewährt Einblicke in das Denken, Forschen und Entwickeln der Künstlerin. Dabei wird sie als öffentliche Person, Theoretikerin und Lehrende aus einer Fülle von Dokumenten, Autografen, Skizzen und Entwürfen ebenso greifbar wie als private in Briefen, Gedichten, Fotos und Notizen. Aus dem Gesammelten und „Aufbewahrten“ erschließt sich darüber hinaus das künstlerische Netzwerk und das kollektive Gedächtnis eines Zeitraumes von mehr als fünfzig Jahren.

Sterne

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Die unendlichen Weiten des Nachthimmels vor Augen, die schimmernden Sterne zum Greifen nah! Es gibt sie nicht mehr, die dunkle Nacht, das elektrische Licht hat sie erobert. Gebäude, Plätze und Straßenzüge sind nachts hell erleuchtet. Die Lichter der Großstädte haben den Sternenhimmel verdrängt, nur mehr ansatzweise lässt er sich wahrnehmen. Lichtsmog entzieht inzwischen einem Drittel der Weltbevölkerung den Anblick der Milchstraße, von Sternschnuppen und leuchtenden Kometen.

Turnton Docklands

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Wo Turnton, die lebenswerte kleine Stadt am Meer, liegt? Überall dort, wo das KünstlerInnenkollektiv Time’s Up die Kulissen der charmanten Bar im Hafen der fiktiven Küstensiedlung aufbaut und mit wohlig-gedämpfter Schummerbeleuchtung Abendstimmung schafft. Die Stellenangebote auf dem Screen über dem geschlossenen Eingang der Hafenmeisterei gegenüber, mehrere Plakate in der Bar sowie eine zufällig liegengebliebene Zeitung verraten, dass die BesucherInnen unmerklich einen Zeitsprung gemacht haben. Sie finden sich drei Jahrzehnte später im Jahr 2047 wieder. Hier ist es aber alles andere als gemütlich – Gewässer und Böden sind vergiftet und ganze Ökosysteme kollabieren. Allerdings gibt es auch positive Gegenbewegungen, wie z. B. eine reinigende Algenzucht, die der Meeresverschmutzung entgegenwirkt.

Marko Lulić

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Für seine erste museale Mid-Career-Survey Ausstellung in Österreich konzipiert Marko Lulić, kuratorisch begleitet von Wilfried Kuehn, einen Überblick über sein Werk.

Skulptur, raumgreifende Installationen, Video, Poster, Schrift und Arbeiten im öffentlichen Raum sind die bevorzugten Medien des Künstlers, die er im Ausstellungsraum erstmals in einen vollkommen neuen Zusammenhang bringt. Dabei werden utopistische Aspekte des 20. Jahrhunderts analysiert, übersetzt und hinterfragt. Architektur und Display, zentrale Themen in seinem Werk, werden zu Mitteln einer Wiederaufführung im Museum.

Arnulf Rainer

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Arnulf Rainer zählt zu den einflussreichsten, zugleich innovativsten und provozierendsten Künstlern Österreichs. Seine Kunst ist ebenso komplex wie widersprüchlich. Seit den 1950er-Jahren arbeitet der Grenzgänger und Antikünstler an Übermalungen. Zu seinem unermüdlichen Streben nach Erweiterung gehört die serielle Arbeit, aber auch der Versuch, das Bewusstsein beim intensiven Schaffensprozess auszuschalten.

Psycho Drawing

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Die umfangreiche Ausstellung zeigt Zeichnungen im Spannungsfeld zwischen Kunst und Wahn aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Neben Werken Gugginger Art-brut-Künstler wie Johann Hauser, Oswald Tschirtner und August Walla werden Arbeiten von Arnulf Rainer, Peter Pongratz, Adolf Frohner, Hermann Nitsch, Franz Ringel und Alfred Hrdlicka präsentiert.

Nevin Aladağ

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In ihrem filmischen, skulpturalen und installativen Werk arbeitet Nevin Aladağ mit traditionellen Materialien und Techniken ebenso wie mit Versatzstücken aus Pop- und Jugendkultur, mit Handwerk wie mit digitalen Medien. Musikalische Motive durchziehen viele ihrer Arbeiten. Musik ist identitätsstiftend für eine Gemeinschaft, während sie gleichzeitig das Potenzial hat, soziale und kulturelle Grenzen außer Kraft zu setzen. Ein wichtiges Bezugsfeld der Künstlerin ist die zeitgenössische Großstadt mit ihren hybriden, vermischten kulturellen Praktiken, ihren vielteiligen, ständig wechselnden Bildern und ihrer inklusiven Kraft.

Béatrice Dreux

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Das komplexe Werk der Malerin Béatrice Dreux bewegt sich in einem persönlichen Erfahrungsraum und verhandelt gleichzeitig politisch-gesellschaftliche Themen. Ihr Werk ist figurative Malerei, doch die Arbeiten schildern keine Situationen, erzählen keine Geschichten, sondern erproben Malerei als kritische Haltung. Sie nehmen archaische Motive auf, um sie zeitgenössisch neu zu formulieren: Frau, Mutter, Göttin, Seherin, Tier und Pflanze stehen im Zentrum. In den farbstarken Bildern von Béatrice Dreux pocht eine „wütende Fröhlichkeit“, die der Philosoph George Steiner in allen substanziellen Kunst-Akten spürt.

Julia Tazreiter

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Eine Liaison aus akustischen Signalen und Wasser lässt im Lentos Leseraum eine Klangkomposition entstehen. Wasser tropft auf Audiokabel und löst damit kleine Kurzschlüsse aus, die dadurch akustisch verstärkt hörbar werden. Verschiedene Tropfgeschwindigkeiten und der Zufall bestimmen die sich immer wieder leicht verändernde Komposition. Julia Tazreiter lenkt damit unsere Aufmerksamkeit auf alltägliche Phänomene, Situationen und Geräusche, die allzu oft versteckt, vermieden und ignoriert werden. Das Arrangement der Kabel legt einen Fokus auf deren Details und gibt ihnen gleichzeitig eine skulpturale Dimension.

Ingeborg Strobl

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Ingeborg Strobls Werk ist als fortgesetzter Text zu lesen, ein Gewebe, in dem jedes Element mit dem anderen in Verbindung steht. Aneignen, Herausstellen, Zueinander-in-Beziehung-Setzen sind Bestandteile ihrer Vorgehensweise, mit der sie ihr Material mit neuer Bedeutung auflädt. Strobls Medien sind vorrangig Collage, Fotografie, Offsetdruck/Künstlerbuch, Aquarell und Video. Ihr Œuvre umfasst jedoch auch große künstlerische Gestaltungen am Bau. Bleibt sie im kleinen Format, dann aus Überzeugung, aus Haltung gegen Überproduktion, Konsum, Ressourcenverschleiß. Nebensächliches, Gefundenes am Wegrand des Lebens, die absichtslose Poesie der Natur und die unbewusste Kuriosität des menschlichen Strebens bleiben im Netz von Strobls Aufmerksamkeit hängen und finden sich künstlerisch transformiert im Ausstellungsraum wieder.

Ich kenne kein Weekend

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Die Ausstellung widmet sich dem interdisziplinären Wirken des Berliner Galeristen und Ausstellungsmachers René Block. Als früher Förderer von intermedialer Kunst, Fluxus und Happening hat Block maßgeblichen Anteil an der Neo-Avantgarde. Als Initiator und Leiter zahlreicher Biennalen weltweit schrieb er eine einzigartige Geschichte des Aufspürens, Zeigens, Sammelns und Ausstellens moderner Kunst. Mit der legendären Ausstellung Neodada, Pop, Décollage, Kapitalistischer Realismus in seiner Berliner Galerie präsentierte Block in den 1960er-Jahren damals noch unbekannte Künstler wie Joseph Beuys, Nam June Paik, Sigmar Polke oder Gerhard Richter.

Anya Titova

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Anya Titova (geb. 1984 in Ulan-Ude/SU) versteht sich als Künstlerin, Kuratorin, Sammlerin, Forscherin und Ausstellungsgestalterin. Ihre Projekte basieren auf historischem, wissenschaftlichem Material und setzen sich aus verschiedenen Medien wie Film, Fotografie, Objekten, Installationen und Architektur zusammen. In ihrer ersten Museumsausstellung in Österreich zeigt die Künstlerin A Time Capsule – eine fantastische, fiktive Architektur, die die menschliche Ordnung der Dinge hinterfragt. In einen neuen Kontext gesetzt, verbinden die verwendeten Artefakte vergangene Ereignisse mit aktuellen Themen, heben Berührungspunkte hervor und zeigen auf, was vielleicht unbemerkt oder verdrängt ist.
Die Künstlerin lebt und arbeitet in Moskau.

Rabenmütter

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Super Mom oder kinderlos? Es scheint, als gäbe es kein selbstverständliches Muttersein mehr, nur Perfektion oder Verzicht. Doch die Mutterrolle hat viele Facetten: Freude, intensive Lebenserfahrung, Liebesbeziehung, Lernen, Übermut – aber auch Frust, Erwartungsdruck und Versagensangst. Im 19. Jahrhundert wurde Mutterschaft kaum in Frage gestellt, auch wenn die Überhöhung des Mutterglücks im krassen Gegensatz zur Realität stand. Erst mit Karrieremöglichkeiten für Frauen entstanden Alternativen zur Mutterschaft als Ziel eines erfüllten Lebens.

Bernhard Fuchs

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Waldung ist ein umgangssprachlicher Begriff. Waldung ist ein bisschen größer als ein kleiner Wald. Es ist die Gegend, in die ich hineingeboren bin.

(Bernhard Fuchs)

Cathy Wilkes

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Das Lentos Kunstmuseum Linz präsentiert die bisher größte und umfassendste Schau der für den Turner Prize nominierten Künstlerin Cathy Wilkes (geb. 1966 in Belfast, lebt und arbeitet in Glasgow). Die Ausstellung versammelt Arbeiten aus mehr als einem Jahrzehnt, darunter mehrere große skulpturale Installationen, Gemälde, Arbeiten auf Papier und Archivmaterial.

Neues in der Sammlung

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Seit anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Lentos im Jahr 2013 ein großer Überblick über die Sammlung gegeben wurde, sind zahlreiche Zugänge zu verbuchen. Zeit für eine aktuelle Präsentation!

Love & Loss

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In den 1980er Jahren ziehen neue Inhalte und eine revolutionäre Ästhetik in die Welt der westlichen Mode ein. Die Suche nach Authentizität, Melancholie als Haltung sowie kühne Formexperimente waren bis dahin der bildenden Kunst vorbehalten. Nun werden sie in der Mode aufgegriffen. Radikal erfinden Galionsfiguren wie Martin Margiela und Rei Kawakubo den Schönheitsbegriff in der Mode neu. Deformation und Verschleiß werden unter ihren Händen zu aufregenden Stilmitteln. Die heute im Mainstream etablierten zerschlissenen Jeans haben in Entwürfen von Maison Martin Margiela und Comme des Garçons ihre Geburtsstunde erlebt. Mode wird zum Spiegel, in dem der Mensch die eigene Sterblichkeit erblickt. Sie betont die Spuren der Zeit, preist die Vergänglichkeit und flirtet mit dem Tod.

Latifa Echakhch

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Wandel und Erinnerung sind die großen Themen, die Latifa Echakhchs Œuvre prägen. Als konsequente Weiterentwicklung dieser Auseinandersetzung vereint die Künstlerin in dieser Ausstellung drei Werkgruppen und einzelne Objekte, die von Dekonstruktion und Veränderung handeln.

Reines Wasser

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Wasser ist eine lebensnotwendige Ressource, die zunehmend ökologisch und ökonomisch unter Druck gerät. Wasser hält uns am Leben, Wasser braucht Schutz als öffentliches Gut. Reines Wasser ist auch emotionale Ressource, die glücklich macht.

Oliver Ressler

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Oliver Ressler (geb. 1970, lebt in Wien) ist ein politisch engagierter Künstler. Er recherchiert weltweit vor Ort, um ökonomische Verhältnisse und politische Organisationsformen zu analysieren. Zahlreiche seiner Arbeiten fokussieren Widerstandsformen, die man in der sogenannten Anti-Globalisierungsbewegung findet. Charakteristisch für seine Arbeit ist die Darstellung von Alternativen zum Bestehenden, die in Filmen, Fotografien und Installationen als Handlungsoptionen vermittelt werden.

Chieh-Jen Chen. Realm of Reverberations

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Die Armen, Alten, Kranken und Behinderten sind die größten Opfer der von ExpertInnen, PolitikerInnen und InvestorInnen verantworteten Unwirtlichkeit der Städte – Opfer, die trotz alledem ihre Würde behalten.
Der Künstler Chieh-Jen Chen (*1960 in Taoyuan, Taiwan) zeigt in der Videoinstallation die Perspektiven von vier Menschen, deren Leben vom Losheng Sanatorium für Lepra-Kranke beeinflusst sind.

Alois Mosbacher

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Verstörend, witzig und polarisierend - der „Neue Wilde“ Alois Mosbacher erregte schon in den 1980er Jahren, als die totgesagte Malerei wiederauflebte, großes Aufsehen. Mit gegenständlicher Sinnlichkeit, malerischer Bravour und erzählerischem Reichtum stellt er bis heute seine vielfältig inspirierte Malerei immer wieder auf den Prüfstand.

Hutzinger / Joos

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Quadrat, Kreis, Dreieck oder Ellipse nehmen in den großformatigen Gemälden Hildegard Joos’ (1909–2005) eine gestaltbildende Rolle ein. Besonders prägend war für die gebürtige Niederösterreicherin ein mehrjähriger Aufenthalt in Paris, wo sie mit ihrem Mann, dem Schweizer Philosophen und Maler Harold (1913–2004), ab 1959 lebte. Ab 1982 trat das Künstlerehepaar unter dem gemeinsamen Namen Hildegard + Harold Joos (H+H Joos) an die Öffentlichkeit.

Lenin : Eisbrecher

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Der legendäre Atomeisbrecher Lenin – ein Symbol sowjetischer Macht und technischen Fortschritts – war mehr als 30 Jahre in Betrieb, bevor er 1989 im Hafen von Murmansk zum letzten Mal vor Anker ging.
2013 wurde er erstmals zum Schauplatz eines internationalen Ausstellungsprojekts. Russische und österreichische KünstlerInnen wurden beauftragt, die spezifische Örtlichkeit des Schiffs und seine Geschichte künstlerisch zu reflektieren.
Das Lentos bringt diese Präsentation in modifizierter Form nach Linz.

Slapstick!

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Tortenschlachten! Prügeleien! Verfolgungsjagden!

Große Turbulenzen, aber auch die kleinen Fallen des Alltags – wie die tückische Bananenschale – sind zu berühmten Slapstick-Einlagen geworden. Bildende Künstler sind den großen Meistern auf den Fersen und machen sich die kulturellen Codes des Slapstick zunutze. Sie spielen in unterschiedlichen Medien gezielt mit Slapstick-Zitaten, Motiven und Konzepten, die dem Genre entlehnt sind.

Luisa Kasalicky

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Zu einem geheimnisvollen Spiel mit Illusionen lädt Luisa Kasalicky in ihrer Ausstellung im Lentos. Erstmals entwickelt die Künstlerin für ein Museum eine ihrer jüngsten Lichtkompositionen, die die Sinne herausfordern.

Glam! The Peformance of Style

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Die Ausstellung widmet sich dem Phänomen Glam, das in den frühen 1970er Jahren in Großbritannien seinen Ausgang nahm und Opulenz, Glanz und Extravaganz als Ausdrucksformen in die unterschiedlichsten Kunstsparten trug. Mit einer Fülle an Exponaten spannt die Schau den Bogen von David Bowie über Glitter Rock und Roxy Music, über Stylisten und Modedesigner, über Film, Fotografie und Grafikdesign bis zur bildenden Kunst – mit KünstlerInnen wie Gilbert & George, Nan Goldin, Cindy Sherman und Richard Hamilton.
Glam markiert jenen historischen Moment, als die Barrieren zwischen E- und U-Kultur zusammenbrachen. Glam kann aber auch als Fortführung der Agenda der Avantgarde mit neuen Mitteln betrachtet werden: auf trotzige Weise realitätsfern, mit Ironie, Respektlosigkeit, Übertreibung und androgynen Masken. Erstmals werden mit dieser anspruchsvollen Ausstellung die Subkultur, der Stil und die Kunst des Glam sowie die visuelle Kultur jener Zeit einer Bestandsaufnahme unterzogen.

Hr Giger. Die Kunst der Biomechanik

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Die Ars Electronica 2013 und das Lentos würdigen den Künstler und Designer HR Giger (geb. 1940 in Chur/CH) mit einer Ausstellung über die von ihm geschaffene "Biomechanik", die dystopische Sicht einer Verbindung von Mensch und Maschine.

Olafur Eliasson

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Olafur Eliasson, geboren 1967 in Kopenhagen als Sohn isländischer Eltern, ist weltbekannt für seine Projekte und Installationen in Museen sowie im öffentlichen Raum. Vom Künstler als „Versuchsanordnungen“ beschrieben, umfasst das Spektrum seiner Arbeiten Fotografie, Film, Installation, Skulptur und auch bauliche Projekte. Eliasson arbeitet mit Licht, Farbe und natürlichen Phänomenen wie Nebel oder Wellen, um auszuloten wie physische Bewegung, sinnliche Erfahrung und das Zusammenspiel von Sinneseindrücken und neurologischer Verarbeitung die Wahrnehmung unserer Umwelt beeinflussen.

Heike Baranowsky

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Film, Fotografie und Video sind die Medien, mit denen Heike Baranowsky Raum und Zeit thematisiert. Wie nur wenigen zeitgenössischen KünstlerInnen gelingt es Baranowsky, Analytik und Sinnlichkeit so zu verschränken, dass unsere Aufmerksamkeit gefesselt wird. Mit den bewegten Bildern vermag sie es, uns in eine andere Zeit und an einen anderen Ort zu schicken.

Jason Dodge

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Ausstellungen von Dodge mögen auf den ersten Blick sparsam oder unaufwändig wirken. Tatsächlich sind die präsentierten Objekte Handlungsträger von oft längerfristig inszenierten Prozessen. Seine Arbeiten bestehen meist aus Gegenständen, die aus dem Alltag bekannt sind, und einem Titel. Die Lücke zwischen beiden evoziert eine Erzählung – möglicherweise eine reale Begebenheit, möglicherweise eine Fiktion – und verweist damit auf die poetischen Potenziale der Realität.

10 Jahre Lentos

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10 Jahre Lentos: Grund zu feiern. Zum Jubiläum steht die Sammlung im Mittelpunkt. Es erwartet Sie eine neue Präsentation der Lentos Sammlung, ein Streifzug durch die Kunstgeschichte, Freude am Wiedersehen, überraschende Begegnungen.

Fokus Mensch

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Parallel zur Ausstellung Der nackte Mannzeigt das Lentos in einem Raum eine Auswahl der Hauptwerke aus der eigenen Sammlung.
Zu sehen sind rund 30 Gemälde der klassischen Moderne zum Thema Menschenbilder.

Vollmilch

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Die Gesichtsbehaarung gilt seit jeher als sekundäres männliches Geschlechtsmerkmal. Ihre Natürlichkeit steht im Kontrast zur modischen Formgebung, die aus dem urwüchsigen Sprießen ein (Selbst-)Bild voller sozialer und sexueller Bedeutungen macht. Während im Unterschied zur wuchernden Behaarung der „Wilden“ und Deklassierten der gepflegte Bart jahrhundertelang als Symbol von Macht, Würde und Weisheit verstanden wurde, dient der Bart von heute vor allem als Ressource des Selbstausdrucks. Dieser kündet im Dreitage-Bart von einer rebellisch attraktiven Angepasstheit oder signalisiert im wuscheligen Bio-Bart den Wunsch nach Authentizität.
Zugleich kann der Bart aber auch Projektionsfläche für ethnische und kulturelle Stigmatisierungen sein. Zudem steht die ausdrucksvolle Behaarung im Dienst des Milieu und Genderkonstruktivismus – vom ironischen Porno-Proll-Schnauzer der Hipsters bis zum queeren Vollbart der Anti-Hipsters.

Der nackte Mann

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Der nackte Mann ist unsichtbar. Hat uns der männliche Körper nichts zu sagen? Im Gegenteil. Diese Ausstellung erzählt, wie der Mann sich seit dem letzten Jahrhundert neu erfindet – und wie er sich seiner Nacktheit stellt. Mit Mut und Zweifel, mit der Lust auf neue Lebensentwürfe. Und wie selbstbewusste Künstlerinnen sich ein Sujet erobert haben, das ihnen lange verboten war.

Sean Scully

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Die Ausstellung Sean Scully ist die erste große Personale des Künstlers in Österreich seit mehr als 10 Jahren. Mit der Präsentation von fünfzig Gemälden zeigt das Lentos einen umfangreichen Querschnitt durch das Schaffen des irischen Künstlers.

Seiko Mikami. Desire of Codes

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Das Interesse der japanischen Künstlerin Seiko Mikami gilt dem menschlichen Körper im Zeitalter der modernen Informationsgesellschaft. In der raumfüllenden Installation Desire of Codes sehen sich die BesucherInnen ins Visier zahlreicher statischer und beweglicher Überwachungskameras genommen.

Gil & Moti

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Die multimedialen Arbeiten des Künstlerpaars Gil & Moti negieren Grenzen zwischen Leben, bildender Kunst, Performance und sozialen Interventionen. Als jüdische Israelis und homosexuelle Immigranten, die in Rotterdam leben, tragen sie zu Diskursen über Anderssein und Regelwerke für soziale Existenz bei.

Car Culture

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Es gilt als des Menschen liebstes Spielzeug – das Auto. Als Kultobjekt und Symbol für individuelle Freiheit ist es das Medium der Mobilität par excellence sowie Ausdrucksträger für Lifestyle und Luxus. Gleichzeitig steht das Auto für die Gefährdung unseres Planeten: Raubbau an Ressourcen, Umweltzerstörung, Verkehrsinfarkt, Unfälle. Und auf der lebenspraktischen Ebene des Alltags: Ärger mit Parkplatznot, teuren Mechanikerstunden, Dränglern auf der Autobahn, immer höheren Spritpreisen. Dann wieder die Lust am neuen Wagen: Jetzt geht's los! Die Attraktivität des Autos bleibt ungebrochen. Wie lange kann das noch funktionieren?, fragen wir uns besorgt – und steigen ein.

Ursula Biemann

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Ursula Biemann untersucht in ihren Videoessays und -installationen Themen wie Migration und Geschlechterpolitik vor dem Hintergrund von Globalisierung, Freihandelszonen, virtueller Kommunikation und dem Ausbau der Grenzfestungen hoch entwickelter Staaten. Die Künstlerin – auch als Kuratorin, Lehrende und Netzwerkerin international aktiv – bezieht ihr Material aus Videoaufzeichnungen vor Ort, Interviews mit ExpertInnen, aus Archiven und virtuellen Informationsquellen sowie theoretischen Texten. Das Sammeln von Beobachtungen und Informationen, die intensive Begegnung mit Menschen vor Ort und die kritische Reflexion von Bildproduktion und Berichterstattung sind die Grundlage, auf der Biemann nicht-lineare, vielschichtige und vielstimmige Erzählungen entwickelt.

Nextcomic: Rudi Klein

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Rudi Klein aka Ivan Klein aka Ruud Klein, Schöpfer des weisen und abgebrühten Lochgotts, begleitet im Parcours durch die Kunstgeschichte der Lentos-Sammlung das hinter uns liegende Jahrhundert mit Erinnerungsstücken, Kostbarkeiten und zeichnerischen Kommentaren aus seinem reichen Fundus.

Markus Schinwald

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Markus Schinwald ist einer der international meist beachteten Künstler seiner Generation.
2011 - beinahe zeitgleich mit der großen Personale im Lentos - bespielt er den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig. Der Absolvent der Linzer Kunstuniversität fasziniert mit einem hoch eigenständigen Werk, das sich souverän aller künstlerischen Medien und Formate der Gegenwart bedient. Skulptur und Rauminszenierung, Film, Fotografie, Malerei und Reproduktionstechniken werden eingesetzt, um dem künstlerischen Rahmeninteresse vielfältig nachzuspüren: dem menschlichen Körper als kulturellem Konstrukt zwischen Selbstdarstellung und Disziplinierung, Konvention, Korrektur, neurotischen Ticks und unvermuteter Grazie.
Deformationen der Psyche finden befremdliche physische Entsprechungen. Einflüsse aus Kunstgeschichte und Konsumkultur, aus kritischer Theorie, Filmgeschichte und TV-Gegenwart, Choreografie, Bühnenbild und der Welt des Varietés werden deutlich: sinnlich, witzig, intelligent, unverwechselbar.

Elfriede Trautner (1925–1989). Zeichnungen und Druckgrafiken

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Elfriede Trautners künstlerisches Lebenswerk zeigt, wie sie als Frau die sozialen Strukturen im Linz der 1960er und 1970er Jahre wahrnahm und bewältigte.
Trautner arbeitete fünfunddreißig Jahre als Sekretärin am Linzer Brucknerkonservatorium (heute Anton Bruckner Privatuniversität). In ihrer Freizeit schuf die Absolventin der Linzer Kunstgewerbeschule Hunderte von technisch herausragenden Kaltnadelradierungen.

Ralo Mayer. Obviously a major malfunction / Kago Kago Kago Be...

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... (Woran glauben die Motten, wenn sie zu den Lichtern streben)

4,56 Milliarden Jahre alte Meteoriten, ein Gemälde aus der Lentos-Sammlung, ein geschlossenes Ökosystem und eine Checkliste, die sich gemeinsam mit den Apollo-Astronauten auf der Mondoberfläche befand: Diese vier unterschiedlichen Objekte setzt Ralo Mayer (geb. 1976, lebt/arbeitet in Wien), im ersten Teil seiner Ausstellung zu eigenen Arbeiten der letzten Jahre in Beziehung. Der Weltraum, die Geschichte seiner Erkundung und (vergangene) Zukunftsutopien bilden den thematischen Hintergrund dieser Arbeiten. Wie jede gute Science Fiction sind sie tief in der alltäglichen Realität der Gegenwart verankert und übersetzen soziale und ökonomische Zusammenhänge in vielschichtige Erzählungen.

Gilbert & George. Jack Freak Pictures

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Zwei Weltstars der internationalen Kunst, Gilbert & George, die "Godfathers of British Art", zum ersten Mal in Linz, im Lentos. Gilbert (geb. 1943) und George (geb. 1942), seit 1967 ein Künstlerpaar, sind längst Ikonen der zeitgenössischen Kunst. Sie gewannen 1986 den Turner Preis, 2005 vertrat das exzentrische Künstlerduo England
auf der Biennale in Venedig. Mit ihrem Credo "Art for All" und mit der Idee, sich selbst als "lebende Skulpturen" zum Material ihrer Kunstwerke zu machen, erweiterten sie den Kunst- und Skulpturbegriff seit den sechziger Jahren.

Friedl vom Gröller, Paris +33 621 24 11 37.

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Lapidar und rätselhaft zugleich: Die kurzen Filme von Friedl vom Gröller strahlen eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Im Zentrum des Werks steht das Bild des Menschen. Ist die Kamera nur ein technisches Auge zur Aufzeichnung von Wirklichkeitsausschnitten, oder kann sie mehr? Verändert sich die Selbstwahrnehmung sowie die Selbstdarstellung im Bewusstsein der Aufzeichnung, der Reproduzierbarkeit? Friedl vom Gröller untersucht mit Hilfe der Medien Fotografie und Film die Rollen der Filmemacherin und ihres Modells.

Che fare? Arte povera

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Was tun? fragt eine große Ausstellung, welche die Arte povera mit ihren wichtigsten Vertretern vorstellt. Mit mehr als 100 Werken konzentriert sich die Schau auf die Kernzeit der Bewegung von 1967 bis 1972.
Das Ziel von Künstlern wie Mario Merz, Alighiero Boetti, Jannis Kounellis oder Michelangelo Pistoletto war es, die Distanz zwischen Werk und Betrachter zu verringern. Einfacher und bescheidener in ihren Mitteln, authentischer in ihren Materialien sollte die neue Kunst sein.
Im Zentrum der Ausstellung stehen die Themen Zeit, Erdgeschichte, Energie und Alchemie. Vertraute und alltägliche, meist als profan erachtete Dinge und Materialien werden kunstwürdig: Kohle und Kunststoff, Pflanzen und Textilien, Feuer und Eis - alles kann Kunst werden. Sinnlichkeit, Poesie und konzeptuelle Strategien gehen einzigartige Verbindungen ein.
Che fare? ist die überfällige Schau einer Kunstrichtung, die bis heute nachhaltig die Kunst der Gegenwart prägt.

Gerhard Haderer

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Seit über 27 Jahren stochert Gerhard Haderer in den Innereien unserer Welt, reißt Fassaden nieder und bringt das auf den zeichnerischen Punkt, was er genau beobachtet: den alltäglichen Wahnsinn! Der sich - wie könnte es anders sein - oft in Kleinigkeiten offenbart: Ob es die Frisur einer Ministerin, die strahlende Zahnreihe eines Fitness-Papstes oder der Schmerbauch eines Strandnachbarn sind - die meisterhaft gezeichnete Überspitzung enthüllt die (nunmehr) offensichtliche Wahrheit - bis hin zum tragisch-komischen Element. Durch regelmäßige Veröffentlichungen entsteht eine Chronik unserer Zeit mit all ihren Höhepunkten, Widrigkeiten und Skandalen.

Raum Lentos: Siegfried A. Fruhauf / Expedition Lumière

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Siegfried A. Fruhauf setzt bei dieser Expedition seine filmischen und fotografischen Arbeiten als Kontrapunkte und visuelle Zitate in Bezug zur räumlichen Struktur des Museums. Die Werke bleiben eigenständig, werden aber im Zusammenspiel mit ihrer Umgebung neu interpretierbar. So wird an einer Position eine Ikone der Kunstgeschichte auf deren digitale Essenz destilliert - an einem anderen Ort die Thematik der Überwachung durch verstörende, überdimensionale Augenpaare übersteigert inszeniert. Eine Reise an den Schnittpunkten von Raum und Bild.

Mathilde Ter Heijne

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Die in Zusammenarbeit mit der Künstlerin entstandene Ausstellung Any Day Now gibt mit wichtigen Arbeiten aus den Bereichen Skulptur, Installation, Video und Fotografie einen Überblick über das Schaffen Mathilde ter Heijnes. Die niederländische Künstlerin, die in Berlin lebt und arbeitet, fasziniert ihr Publikum mit bildstarken Arbeiten zu den Themen Gewalt, Schmerz, kulturelle Rollen und Überlieferungen - aus feministischer Perspektive.

Siegfried Anzinger

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Siegfried Anzinger, der zu den international anerkanntesten österreichischen Malern und Grafikern zählt und der bereits höchste Auszeichnungen erhalten hat, ist mit Oberösterreich und im speziellen mit dem Lentos in vielfältiger Weise seit langem verbunden. Schon im Jahr 1986 präsentierte Peter Baum in der Neuen Galerie der Stadt Linz eine allererste Werkschau, die vorab im Museum für Gegenwartskunst Basel und im Kunstmuseum Bonn gezeigt wurde.

Valie Export

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Um die Aktualität und Bedeutung der künstlerischen Arbeit von Valie Export zu würdigen, finden 2010/11 zwei große von Angelika Nollert kuratierte Ausstellungen der Künstlerin statt: an ihrem Geburtsort Linz sowie an ihrer Wirkungsstätte Wien.

Junge Wilde. Arbeiten auf Papier.

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Nach Konzeptkunst, Videos, Installationen und Fotokunst der 1970er Jahre knüpfen junge österreichische Künstler erneut an eine expressionistisch-gestische Tendenz in der Maltradition an, die in Österreich maßgeblich von Richard Gerstl, Oskar Kokoschka und Max Weiler definiert wurde. Die "Jungen Wilden", deren erste Generation sich mit Siegfried Anzinger, Alfred Klinkan, Erwin Bohatsch, Hubert Schmalix und Alois Mosbacher formiert, entwickeln spontan fließende, schwungvoll ausgeführte Kompositionen, die sich vorwiegend um gegenständliche Sujets ranken. Hubert Scheibl, Gunter Damisch und Herbert Brandl gehen ebenso dynamisch-virulent ans Werk. Sie verbindet allerdings die Neigung zur abstrakteren Darstellungsweise.

Uli Aigner

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Wer "macht" ein Museum, wie entsteht, was als Kulturbetrieb bezeichnet wird?
Die Künstlerin Uli Aigner (AT/DE) interessiert sich für die Handlungsmotive jedes und jeder Einzelnen, die das kulturelle Feld prägen.

Triennale Linz 1.0.

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Triennale Linz 1.0 ist der Startschuss für ein Ausstellungsformat, das in Österreich neu etabliert wird: ein aktueller Überblick über die Kunstproduktion in diesem Land.
Gemeinsam zeigen Landesgalerie Linz, Lentos Kunstmuseum Linz und OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich einen repräsentativen Zeitschnitt durch die aktuelle heimische Kunstszene und positionieren Linz als neues Zentrum der österreichischen Gegenwartskunst.

Expedition Sonar

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Die Musiker*innen Karin Fisslthaler und Richard Eigner begaben sich auf eine Expedition durch die gesamte Lentos-Architektur - Innenraum wie Außenraum - um das spezifische architektonische Klangbild des Museums zu untersuchen.
Mittels mehrerer Soundinstallationen und akustischer Interventionen werden an verschiedensten Orten die Ergebnisse hörbar gemacht.

Asta Gröting

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Die deutsche Künstlerin Asta Gröting ist bereits in den 1980er Jahren, unmittelbar nach ihrem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, als eine der führenden Positionen in der Skulptur rezipiert und international ausgestellt worden. Ihr Werk in den 1990er Jahren war geprägt von einer medialen Wendung in den Bereich der Videokunst. In jüngster Zeit hat Gröting sich wieder verstärkt der Produktion von Objekten gewidmet, so dass mittlerweile ein reichhaltiges Oeuvre in unterschiedlichen Medien und Materialien entstanden ist.

Best of Lentos

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Best of Lentos knüpft an das kuratorische Prinzip von best of austria an und setzt die anregende Diskussion über Maßstäbe und Kriterien von Kunst fort.

Wir fragen auch diesmal wieder nach dem Besten. Was sind die Kunstbegriffe für ExpertInnen, wie identifizieren sich diese mit der eigenen Lentos Sammlung?

See this sound

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Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich heute ganz selbstverständlich mit dem Klang dieser Welt. Die einstige Vorherrschaft des Visuellen ist ersetzt durch ein vielfältiges Wechselspiel von Bild und Ton. Auch wenn in Museen meist noch andächtige Stille dominiert, wurden Sound, experimentelle Komposition, audiovisuelle Medien und Popkultur im 20. Jahrhundert zu zentralen Referenzen für die bildende Kunst. See This Sound dokumentiert diese Entwicklung und verweist auf die jeweiligen zeitgenössischen Diskussionen und Versprechungen.

Formuliert

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Die auf mehrere Institutionen aufgeteilte Ausstellung sucht eine gemeinsame Schnittmenge: SchriftstellerInnen, die zeichnen – bildende KünstlerInnen, die schreiben... Arbeiten, die beide Modi vereinen und somit einen fließenden Übergang zwischen zwei Genres kreativen Ausdrucks vor Augen führen.
Drei Institutionen haben sich aus Anlass dieses genreübergreifenden Kunstprojekts zusammengeschlossen: das Lentos Kunstmuseum Linz, die renommiert Literatureinrichtung StifterHaus Linz und die oberösterreichische Künstlervereinigung MAERZ.

Kreuzungspunkt Linz

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Die Ausstellung Kreuzungspunkt Linz setzt sich mit der Bedeutung von Linz als Entstehungs- und Sammlungsort von Kunst auseinander. Denn Linz ist im Umfeld der Kunstuniversität und der Ars Electronica nicht nur ein spannender Ort für Kunstproduktionen, sondern pflegt auch eine lebendige Praxis im Sammeln von Kunst der Moderne und Gegenwart. Dies spiegelt sich sowohl in der international orientierten Sammlung des Lentos als auch in den Stadtankäufen von aktueller Kunst mit Linzbezug.

Ahoi Herbert!

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Ein Höhepunkt im Ausstellungsjahr 2009 des Lentos Kunstmuseum Linz ist eine 12 Räume umfassende Schau über den berühmten, aus Oberösterreich stammenden Bauhaus-Künstler Herbert Bayer.
Diese Ausstellung unternimmt den Versuch, das Gesamtwerk Herbert Bayers in seiner schillernden Vielfältigkeit auszubreiten, und die thematischen Linien, die sich über Jahrzehnte durch sein Werk ziehen, von der Fotografie, der Zeichnung, der Malerei, der Werbegrafik, bis zur gestalteten Landschaft, erfahrbar zu machen. Die Entwicklung und die Geschichte der modernen Kunst wird anhand der Werke von Herbert Bayer und seiner prominenten Kollegen, Freunde und Wegbegleiter beleuchtet. Viele Querverbindungen, die sich durch Bayers abenteuerliche Biografie ergeben werden zum ersten Mal gezeigt: Bayers Auseinadersetzung mit der marokkanische Moderne, sein universelles Wirken in New York, Kalifornien, Paris, Japan und Mexiko sowie seine Kontakte und Freundschaften mit vielen berühmten Künstlern (Albers, Klee, Moholy-Nagy, Marcel Breuer sowie Walter Gropius) und diversen Kunstszenen der internationalen Avantgarde des 20. Jahrhundert.
Sein Wirken am Bauhaus von 1921 bis 1928 stellt einen Schwerpunkt der Ausstellung dar.

Michaela Melián

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Michaela Meliáns Interesse gilt der Politik von Erinnerung und dem Weiterwirken zeitgeschichtlicher Phänomene. Sie arbeitet mit Geschichte(n), mit Spuren der Vergangenheit, die als "unausgeschöpfte Potenziale verlorener Zukunft" (Jan Verwoert) für die Gegenwart Bedeutung gewinnen.

Best of Austria

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Wie kommt die Kulturhauptstadt Europas zu einer Kunstsammlung, die ihrer würdig ist? Ganz einfach: Sie geht sammeln.

Linz Blick

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Anhand der Sammlungbestände der Museen der Stadt Linz, dem Lentos Kunstmuseum Linz und dem Nordico – Museum der Stadt Linz, sowie einiger externer Leihgaben werden Geschichten zu, mit und über Linz erzählt. Gemälde, Grafiken, Fotografien, Skulpturen, Objekte, Videos und Beispiele aus der Architektur, allesamt in den letzten hundert Jahren entstanden, zeigen die Entwicklung von Linz auf und stehen für die Identität der Stadt.

Kutlug Ataman

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Mesopotamische Erzählungen versammelt eine neue Werkserie von Kutlug Ataman, dem international erfolgreichsten türkischen Künstler, der sich in seinen Film-, Video- und Fotoarbeiten mit den Brüchen zwischen dem "Eigenen" und dem "Fremden" auseinandersetzt – mit Traditionen und Konventionen, Glauben und Überzeugungen, die innerhalb einer Gesellschaft oder im Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen Konflikte auslösen können.

Lois & Franziska Weinberger

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Das Lentos Kunstmuseum widmet Lois und Franziska Weinberger im Herbst 2008 eine Einzelausstellung. Nachdem das Konzeptkünstlerpaar auch an dem Projekt Aufmischen. Sammlung neu, bei dem die Sammlungsräume des Lentos durch zeitgenössische KünstlerInnen im Sommer und Herbst 2007 neu gestaltet wurden, teilnahmen, wird in dieser Werkschau ein Überblick über das Oeuvre des Künstlerpaars gegeben.

Anne Schneider

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Für Anne Schneider, die im Metier der Skulptur eine der markantesten Positionen in Österreich einnimmt, ist die Skulptur Form gewordener Moment einer psychodynamischen Konstellation im Raum. Wachs ist eines ihrer bevorzugten Materialien. Der Prozess der Formgebung passiert direkt und ohne Hilfsmittel, lediglich mit den Händen, das flüssige, schnell erstarrende Wachs ermöglicht nur eine kurze Zeitspanne der Gestaltung. Die dabei entstehenden Köpfe, präsentiert in der Anordnung Dialoge, sind psychologische Modelle, nonverbale Schilderungen individueller wie kollektiv erfahrener, prägender Augenblicke, die soziale und politische Klischees sichtbar werden lassen und mit diesen spielen.

Lichtspuren

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"Ist Fotografie eine Kunst? Diese Frage sollte man nicht stellen. Kunst ist überholt. Wir brauchen etwas anderes. Man muß dem Licht bei der Arbeit zuschauen. Es ist das Licht, das erschafft. Ich sitze vor einem Blatt lichtempfindlichen Papier und denke." (Man Ray, 1928)


Fotografien sind auf Papier gebannte Spuren von Licht- und Zeitereignissen.

Oskar Kokoschka

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Das Lentos Kunstmuseum dokumentiert in seiner Ausstellung Oskar Kokoschka. Ein Vagabund in Linz. Wild, verfemt, gefeiert den großen österreichischen Maler als zeitlebens unangepassten Künstler und legt einen Schwerpunkt auf seine Kontakte zu Linz.


In dieser umfassenden Schau werden 40 Gemälde, 49 Aquarelle und Zeichnungen, 27 Druckgrafiken sowie 36 Fotografien von 20 ausländischen und 10 inländischen Museen, Galerien und Privatsammlern präsentiert.
Das Lentos Kunstmuseum und das Stadtmuseum Nordico, die mit fünf Gemälden, 15 Zeichnungen und über 100 Lithografien zu den wichtigsten Kokoschka-Kollektionen in Österreich zählen, zeigen damit erstmals ihre reichen Kokoschka-Bestände versammelt in einer Ausstellung.

Ecology of Techno Mind

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Featured Art Scene der Ars Electronica 2008

Ecology of Techno Mind präsentiert eine Auswahl von Projekten der Featured Art Scene - Kapelica Gallery (Ljubljana, Slowenien) – Künstler, die die aktuelle soziale Wirklichkeit durch den Einsatz von Technologie und Wissenschaft erforschen. Themen sind u.a. Neue Medien, Biotechnologie, Erforschung des Weltraums, Computereinsatz in der Medizin.

Leben im Strafraum

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Ein Projekt von qujOchÖ für die UEFA Euro

Von 7. bis 29. Juni 2008 findet die Fußball-Europameisterschaft in der Schweiz und in Österreich statt. Die Ausstellung Leben im Strafraum, initiert und kuratiert von der Linzer KünstlerInnengruppe qujOchÖ, im Lentos Kunstmuseum unternimmt in diesem Zusammenhang den Versuch, in diese riesige Fußball-Maschinerie einzugreifen. Auch wenn das Riesenspektakel Euro 08 bis tief in den Alltag eindringt, wird sich Leben im Strafraum auf die Essenz von Fußball konzentrieren: Spielzüge und Strategien – kurz: das, was auf dem Spielfeld abläuft. Videoprojektionen von wichtigen Spielen werden mittels ästhetischer Reduktion, minimalistischen Veranschaulichungen von komplexen Spielverläufen und Bewegungsabläufen, Netzwerkanalysen, statistischen Daten und Darstellungen von Verdichtungen erzeugt.

Eva & Adele. Rot.

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"Alle Welt" kennt Eva & Adele, das extravagante Berliner Künstlerpaar, das seit mehr als 15 Jahren mit seinen Performances den Großereignissen der internationalen Kunstwelt ein Glanzlicht aufsetzt: unübersehbar, funkelnd, attraktiv.

Störenfriede

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Mit der Ausstellung Störenfriede. Der Schrecken der Avantgarde von Makart bis Nitsch zeigt das Lentos Kunstmuseum eine museale Schau, die exemplarisch berühmt-berüchtigte Störenfriede der österreichischen Kunstgeschichte vom Fin de Siècle bis zum Aktionismus vorstellt.

HAUS–RUCKER–CO Live again

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Das Lentos Kunstmuseum zeigt mit seiner Ausstellung HAUS-RUCKER-CO Live again das Hauptstück aus der Ausstellungsinszenierung LIVE aus dem Jahr 1970*.

Ursula Mayer

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Die Ausstellung Zeitkristalle gibt einen konzentrierten Einblick in das aktuelle filmische Werk von Ursula Mayer. Erstmals präsentiert wird dabei Mayers jüngster Film The Crystal Gaze (2007). In thematischem Zusammenhang mit diesem neuesten Werk ist die Trilogie Portland Place 33, Keeling House und Villa Mairea (2005/06) zu sehen.

Projektion

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Medienhistorische Themenausstellung zum Medium des projizierten Bildes mit Dia-Serien und Lichtinstallationen von wegweisenden Arbeiten der 1960 Jahre bis heute.
Die Ausstellung "Projektion" nimmt sich eines spannenden Themas der Kunst seit den 1960er Jahren an. Mit paradigmatischen Werken entwirft sie einen historischen Durchgang bis in die Gegenwart. Der Begriff der Projektion ist einerseits der "Bildwurf" auf eine Wand, als auch der Entwurf eines Gedankens und eine Metapher der Vorstellungskraft. Neben der "idea projectionis" – der Projektion als Metapher – versucht die Ausstellung die Bedeutung der sie umgebenden Architektur als installatives Element ihrer Aufführungspraxis herauszuarbeiten.

Große Malerei

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Groß, größer, am größten, ...
Auftritt für Meisterwerke der Malerei und Graphik aus der Museumssammlung - selbstverständlich im großen Ausstellungssaal.
Großformatiges und Hochkarätiges, Gemälde sowie Zeichnungen aus den eigenen Beständen stehen im Mittelpunkt dieser Schau, die einen neuen Blick auf unterschiedliche stilistische Richtungen der jüngeren Kunst nach 1945 bis zur Gegenwart gibt.

Marko Peljhan

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Marko Peljhan, als diesjähriger "Featured Artist" des Ars Electronica Festivals 2007 Goodbye Privacy, zeigt vom 5.–16. September im Untergeschoss des Lentos Kunstmuseum Linz die gemeinschaftliche Projektserie Situational Awareness.

Black & White

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Das Phänomen der Linie


"Du bemerktest, man schreibt nicht licht auf dunklem Grund, das Alphabet der Gestirne allein zeichnet so sich ab, skizzenhaft oder abbrechend; der Mensch fährt fort schwarz auf weiss." (Stéphane Mallarmé)

"Die Zeichnung kann als Ort für Zeichen verstanden werden, über die wir die Welt abbilden, und zugleich als das primäre Zeichen des Seins. Die Zeichnung ist daher kein Fenster zur Welt, sondern ein Instrument um unseren Ort im Universum zu begreifen." (Walter Benjamin)

Futuresystems

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Die Zukunft in der Gegenwart träumen.

Die Ausstellung zeigt Installationen von sieben internationalen KünstlerInnen, von denen einige zum ersten Mal in Österreich vorgestellt werden. Geboren zwischen Argentinien und Dänemark, zwischen 1957 und 1978, repräsentieren sie eine global agierende Generation der Kunstschaffenden, die durch ihre Präsenz auf Biennalen, Kunstmessen und in den großen Ausstellungshäusern starke Beachtung und Einfluss gewinnt.

Werk im Fokus: Krenek-Aquarelle

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Das Lentos präsentiert mit der Krenek-Ausstellung eine Novität, denn Kreneks bildnerisches Schaffen, seine Aquarelle, wurden in diesem Ausmaß bislang noch nie gezeigt. Krenek war nach eigener Definition ein Freizeitmaler ohne Anspruch auf Professionalität. Dass ihn aber seine Liebe zum Aquarell ein Leben lang begleitet hat (v.a. in seiner zweiten, amerikanischen Heimat), zeigt die aus mehr als 80 Blättern getroffene Auswahl. Ergänzt wird die Präsentation durch Werke von Kreneks Zeitgenossen, wie Alma Mahler und Oskar Kokoschka. Eine Hörinsel, Filmmaterialien sowie Literautur zum Schmökern runden die Ausstellung ab.

Hommage an Adolf Frohner

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Lentos zeigt 19 Werke aus der eigenen Sammlung

Adolf Frohner ist tot. Der berühmte Maler und Grafiker starb überraschend am 24. Jänner 2007 im 73. Lebensjahr. Der Künstler war dem Lentos Kunstmuseum stets freundschaftlich verbunden. In der Sammlung befinden sich 4 Gemälde - wichtige Frühwerke - und 37 grafische Arbeiten, die ab 7.2. bis Ende Mai im fünften Ausstellungssaal der Sammlung präsentiert werden.

Video as Urban Condition

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Video as Urban Condition setzt sich damit auseinander, wie Video inzwischen zum Teil des Stadtgefüges sowie der städtischen Erfahrung geworden ist: Wie Video das Netz der Wechselwirkungen zwischen Medien und Architektur, Subjekt und Ware, Identität und Sehnsucht, der Stadt und ihren Phantasmagorien vermittelt. "Urban condition", "städtische Verhältnisse", bedeutet nicht nur die gebaute Umwelt, sondern auch gesellschaftliche und politische Verhältnisse, Fragen der Identität und der Subjektivität.

Herwig Kempinger

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Die Ausstellung im Lentos Kunstmuseum Linz versammelt erstmals Herwig Kempingers Arbeiten der letzten beiden Jahrzehnte in einer großen Werkschau. Die wesentlichen Blöcke des fotografischen Oeuvres werden gemeinsam mit den jüngsten Gemälden präsentiert, dazu sind frühe Super 8-Filme zu sehen.

Stiftung Herbert Bayer

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Ich habe mich nie durch eine Kunsttheorie oder Doktrin einengen lassen. (Herbert Bayer)

Museen im 21. Jahrhundert

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In 2 Stunden auf 4 Kontinenten in 27 Museen!


Museen scheinen die Aufgabe von Wahrzeichen übernommen zu haben, die früher Kathedralen zukam. Sie gelten als kulturelle Identifikationssymbole in einer Gesellschaft, die sich nicht zuletzt durch die fortschreitende Globalisierung in einer Phase der Verunsicherung befindet. Spektakulärste Museumsbauten steigern die Attraktivität der Städte, rücken abseits liegende Orte durch ihre augenfällige Präsenz ins öffentliche Bewusstsein.

Peter Köllerer. 3-4-5

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Das Museum reisst seine Mauern auf. Das alte Anliegen der Avantgarde der Moderne, unvollendete Agenda des Museums im 21. Jahrhundert - Peter Köllerer übersetzt es in Bilder, mit denen er die Sammlungsräume des Lentos radikal verändert. Die "weisse Zelle" (Brian O´Doherty) der Malereipräsentation büßt ihre noble Zurückhaltung ein.
Köllerers Medium ist die Fotografie. Direkt auf Wände der Malereikabinette - der Galerien 3, 4 und 5, daher der Titel von Köllerers Arbeit - werden Fototapeten aufgebracht, die Ausblicke in wahrhaft andere Räume öffnen. Desolate Orte, verlassene Zimmer, in denen als Requisiten obsoleter Aktivitäten Teile von Büromobiliar, Papier, Müll zurück geblieben sind. In jeder Hinsicht sind diese Orte das Gegenteil des Museumsraums. Während dieser gepflegt ist, sind jene verwahrlost; während das Museum im Vollbesitz seiner Macht alles veredelt, was es aufnimmt, haben die nun virtuell angebauten Räume mitsamt den verbliebenen Dingen allen Wert verloren. Mit einem weiteren Element holt Köllerer ein verschwundenes Linzer Gebäude ins Museum: den ehemaligen Milchhof in der Hopfengasse.

Johanna und Helmut Kandl

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Für Johanna und Helmut Kandl ist Kunst ein Medium zur Auseinandersetzung mit der Welt, mit Ländern und Regionen, Geschichte, Politik und Wirtschaft, mit anderen Menschen. Die Ausstellung behandelt mittels Malerei, Video und Installationen die gesellschaftlichen Veränderungen der Gegenwart, in der eine unregulierte Marktwirtschaft in den ex-sozialistischen Ländern eine Form ökonomischer Avantgarde bildet. Dabei richtet sich Kandls Blick nicht auf die Global Players, sondern auf die Mikroökonomie und das Private.
Johanna Kandls politisch pointierte Gemälde gehen auf Fotos zurück, die auf ausgedehnten Reisen durch den ehemaligen Ostblock und den Balkan entstanden sind: subtil gemalte Genreszenen, kombiniert mit Erfolgsslogans aus Marketing und Motivationstraining.
Gemeinsam mit Helmut Kandl produziert sie Videos, die Fakten und Fiktionen zu (un)wahscheinlichen Geschichten aus Mitteleuropa und dessen Rändern spinnen.

Kämpfer, Träumer & Co ist die erste umfassende Museumsausstellung von Johanna und Helmut Kandl. Sie wird begleitet von einem Katalog.

Ein gemeinsamer Ort

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"Das zu verwirklichende Werk ist gewissermaßen ein gemeinsamer Ort (un lieu commun), eine gegenseitige Durchdringung der Außenwelt und des Ich. Es kann nicht mehr das Objekt selbst und es kann nicht mehr das Ich allein sein, es muß eine (neue) Schöpfung sein..."
(Raymond Duchamp-Villon, 1924)

Ars Electronica: John Maeda - Nature

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Der Zyklus Nature umfasst eine Serie von sieben "bewegten Gemälden", die, angelehnt an die Natur, abstrakte Formen darstellen. Jedes dieser bewegten Gemälde zeigt mehrere, insgesamt drei bis sechs Minuten lange Sequenzen von abstrakten Figuren und Mustern mit kräftigen Farben, die ständig wandern, größer werden und sich entwickeln. Mit seinen Metaphern aus der Natur - Bäume, Himmel, Gras, Mond, Feuer, Wind, Regen, Schnee - eröffnet uns John Maeda einen Blick auf den digitalen Raum in der Tradition der Landschaftsmalerei.
Die gezeigten digitalen Landschaften werden mittels einer neuartigen Softwaretechnologie erzeugt, die der Künstler entwickelt hat um "in Raum und Zeit malen" zu können. Beeinflusst von der Dynamik des Abstrakten Expressionismus erlaubt diese Technologie dem Künstler, die animierten Bilder am Computer gestisch zu "malen". In der Nachfolge abstrakter Maler wie Paul Klee, Mark Rothko oder Barnett Newman setzt John Maeda auf subtile Wechsel in Form, Farbe und Muster, um sowohl visuell bestechende als auch tiefgründige Werke zu schaffen. Der Künstler möchte uns durch die hypnotische Schönheit und die Sinnlichkeit dieser Bilder den Computer näher bringen und ein besseres Verständnis für dessen Innenleben vermitteln.

Nomaden im Kunstsalon

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Unerwartete Begegnungen von Kunstwerken des 20. Jahrhunderts in Gegenüberstellung mit Meisterwerken anatolischer Kelims stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die ein ebenso vielfältiges wie facettenreiches Bild elementaren Gestaltens vermittelt.
Das Bild des fliegenden Teppichs ruft die Vorstellung des Reisens und der Unabhängigkeit wach. Nomadenkelims aus der oö. Sammlung Norbert Prammer sind Ausgangspunkt einer nach Themen gegliederten Betrachtung, in deren Fokus die Kunst des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Lentos steht.

Edgar Arceneaux und Charles Gaines: Snake River

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Im Zentrum der Ausstellung steht ein neuer Film der beiden kalifornischen Künstler, den das Lentos gemeinsam mit Redcat, Los Angeles, koproduziert, und der an Schauplätzen in Linz, Los Angeles und der grandiosen Flusslandschaft des Snake River in Wyoming gedreht wird.

Gottfried Helnwein

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Im großen Ausstellungssaal des Lentos Museums wird im Frühjahr 2006 eine umfassende Werkschau von Gottfried Helnwein präsentiert. Das Lentos organisiert damit die erste museale Schau des Künstlers in Österreich, seit er sein Geburtsland - Helnwein ist 1948 in Wien geboren - Mitte der 1980er Jahre verlassen hat. Nach Jahren in Deutschland ist Helnwein heute in Los Angeles und in Irland ansässig.

Vanessa Jane Phaff

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"Wie kommt es, dass Vanessa Jane Phaffs Arbeiten so punktgenau den Zeitgeist treffen und gleichzeitig so unzeitgemäß sind, voll Unheil und Verheißung, faszinierend und unheimlich?" (L. Hanssen)
In Phaffs Werken stehen Heranwachsende im Mittelpunkt. Ob sie unnahbar, bösartig, rebellisch oder melancholisch erscheinen, sie sind selbstbewusst und behaupten den Anspruch auf eine eigene Welt. Die Arbeiten der Künstlerin wurzeln in der Erfahrungswelt von Kindern, sie zeigen die Welt aus der Sicht der Kinder. In dieser scheint vor allem eins zu gelten: die Sehnsucht nach und das Scheitern am Kontakt mit dem Anderen.

Matt Mullican

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Matt Mullican (geb. 1951 in Santa Monica, Kalifornien, lebt in New York) ist ein multimedialer Künstler im weitesten Sinn. Die Bandbreite seiner Medien und Ausdrucksformen ist enorm, sie reicht von fragilen Modellen zu wuchtigen Skulpturen, von Reliefs zu Zeichnungen, Collagen, Leuchtkästen, Computeranimationen, Glasarbeiten, Video und Performances.
Mullican arbeitet im Wesentlichen an einer Systematisierung subjektiver Weltsicht. Dazu hat er ein System von Piktogrammen als persönliches Modell einer Kosmologie entwickelt.

Jack Hauser

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Der Wiener Künstler Jack Hauser ist in vielen Disziplinen tätig: bildende Kunst, Film, Performance, Literatur. Bevorzugt schlüpft er in verschiedene Rollen, agiert unter Decknamen, um mit dieser Geste der Distanzierung die Verherrlichung des Schöpfergenies und den Wert der Autorenschaft zu unter-wandern. Zitat, Anverwandlung, Collagierung sind auch Themen und Methoden seiner Tafelbilder, für deren Motive er sich unterschiedlichster Quellen bedient - darunter Comic Strips, Landkarten, Tages-zeitungen.
Die Hängung seiner Bilder in der Form eines wandfüllenden Tableaus im Ruheraum des Museums ist nicht als konventionelle Ausstellung zu sehen, sondern viel mehr als Intervention in die Strukturen eines Museums, als Ausstellungs-Performance oder performative Installation. Dazu wird Jack Hauser die Rolle eines Aufsehers einnehmen, um direkt mit den BesucherInnen über seine Arbeit, das Muse-um, die Kunst oder Gott und die Welt zu reden.

Best off 2005

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Eine Auswahl der besten Abschlussarbeiten von Studierenden der Linzer Kunst-Universität gibt Museumsbesucher*innen Gelegenheit, während eines Monats die aktuellste Kunstproduktion der Stadt unter die Lupe zu nehmen.




Massimo Vitali

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Im Zusammenhang mit der bedeutenden Fotografie-Sammlung des Lentos wird auch in den Sonderausstellungen ein Schwerpunkt auf dieses Medium gelegt. Im Sommer 2005 zeigt das Museum eine große Werkschau des international renommierten Fotokünstlers Massimo Vitali.

Massimo Vitali wurde 1944 in Como (Italien) geboren. Das Studium der klassischen Malerei absolvierte er in Mailand und London. Seit 1979 arbeitet Vitali als freischaffender Fotojournalist, heute zählt er zu den international erfolgreichsten italienischen Künstlern.


Ars Electronica

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Bereits zum zweiten Mal wird das Untergeschoß des Lentos Kunstmuseum Linz einer der Schauplätze des renommierten Ars Electronica Festivals.
Mit Waveform B widmet das Lentos dem deutschen Medienkünstler Ulf Langheinrich eine Schau für seine Installation, in der monochrome Malerei und Video Slides präsentiert werden. Charakteristisch für die Medienkunst des 1960 in Wolfen Geborenen sind die hohen Auflösungen der Bilder und Installationen, die zu Flächen, Streifen und Vibrationen im Wahrgenommenen führen. Die symmetrische Anordnung der Objekte in den beiden Lentos-Räumen wird durch Projektionen und Stroboskope verfremdet und bewirkt so unterschiedliche Raumeindrücke und Wahrnehmungen. Zudem entsteht durch ein ständiges Flimmern und Vibrieren der Zustand von "konstanter Oszillation" - so Langheinrich - und hat eine stetig sich verändernde Rezeption bei den BesucherInnen zur Folge.

Pandata | Lentos

Initiiert vom Lentos Kunstmuseum in Zusammenarbeit mit dem Bereich experimentelle Gestaltung der Kunst-Universität Linz erarbeitete eine Gruppe von Studierenden während des Studienjahres 2004/2005 Vorschläge für lebendige Nutzung der öffentlichen Zonen um das Lentos.


Just do it!

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Thematische Ausstellung zu den irritativen Umdeutungen wirkungsmächtiger Images in Kunst, Populärkultur, politischer Agitation und Werbung.
"Culture Jamming" ist eine ästhetische Strategie des zivilen Ungehorsams, die in den letzten beiden Jahrzehnten nicht nur in Pop und Kunst, sondern auch im politischen Aktivismus vermehrt zum Einsatz kommt. Die Geschichte der kulturellen "Störgeräusche" reicht aber weit zurück - beispielsweise bis zu Marcel Duchamps Readymade der "Mona Lisa" mit aufgemaltem Schnurrbart von 1919. Sie führt über Kurt Schwitters Benutzung der Buchstabenfolge MERZ, die der Dadaist aus dem Namen "Commerzbank" entwendet hat, weiter zu Andy Warhols Konsum-Überaffirmation. Sie verästelt sich von den mit radikalen Slogans politisierten Comics der "Situationistischen Internationale", über die Punk-Fanzines der 1970-er Jahre bis hin zu aktuellen Medienaktivismus-Formen wie Hoaxing, Sniping oder Viral Marketing.
Just do it! versucht, unter Berücksichtigung der kunsthistorischen Referenzen das Spannungsfeld zwischen emanzipativ ausgerichteten Neucodierungen von Zeichen und der Aneigung von "Culture Jamming"-Techniken im konsumorientierten Differenz-Marketing darzustellen.


Paul Kranzler

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Mit seinem umfangreichen fotografischen Projekt dokumentiert Paul Kranzler (geb. 1979 in Linz) das Leben seines Nachbarn in einem Linzer Substandard-Zimmer. Zentrales Thema dabei ist der Kontrollverlust eines Menschen, der die Lebensführung der Mittelklassegesell-schaft nicht mehr zu leisten vermag. Entstanden sind schonungslose und gleichzeitig mitfühlende Aufnahmen, die die große Tradition sozialrealistischer Fotografie überzeugend ins 21. Jahrhundert weiterführen.

Aus der Fotosammlung

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In thematischer Korrespondenz zur Ausstellung von Paul Kranzler werden Werkserien von sechs österreichischen KünstlerInnen gezeigt: Heinz Cibulka, Elisabeth Czihak / Walter Ebenhofer, Heinz Grosskopf, Leo Kandl, Wolfgang Pavlik. Im Mittelpunkt stehen die Spurensuche im Lebensumfeld und eindringliche Milieustudien. Eine Videoarbeit von Ricarda Denzer ("türvierzehn - reading in absence") ergänzt die fotografischen Blicke auf die eigene Lebenswelt.

Monika Oechsler

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Unter dem Titel Parallel States zeigt Monika Oechsler zwei in Verbindung stehende Video-Installationen. Für Schauspiel (2003) und Day for Night (2004) bezieht die Künstlerin ihr Material aus der Welt des Theaters. Bevor das eigentliche Schauspiel beginnt, interessiert Oechsler sich für den Prozess der Vorbereitung: die technisch aufwändige und arbeitsintensive Einrichtung eines Bühnenbildes. Die Konstruktion des Illusionsraums Theater wird zum eigentlichen Spektakel, das Oechsler im Medium Video als Raumerlebnis reinszeniert - eine Reflexion über Realität und Schein, Theater, Film und Kunst.

Paula's Home

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Die neue Präsentation aus der Lentos Sammlung zeigt ausschließlich Werke von Künstlerinnen. Mit der Beschränkung auf die eigenen Bestände und den Bezug auf die Werbelinie zur Lentos-Eröffnung wird verdeutlicht, dass es nicht um eine (weitere) "Frauen-Ausstellung" geht, sondern um eine Selbst-Reflexion des Hauses.

Uli Aigner

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Das Ich, die Anderen, die Familie, die Gegenwart, die Wünsche, die Kunst, die Geborgenheit, die Ausgesetztheit, das Persönliche, das Politische, das Poetische. In ihrer Präsentation im Lentos verdichtet die österreichische Künstlerin Uli Aigner die Themen, um die ihr Werk in bemerkenswerter Medien- und Materialfülle kreist, auf eine raumbezogene Installation von großformatigen Zeichnungen mit einer neuen Serie von Objekten. Man betritt den Raum, und es flirrt vor den Augen: Form und Farbe. Die Entschlüsselung von Thema und Bedeutung lässt sich ikonografisch beginnen. Was wird dargestellt? Die Zeichnungen zeigen wechselnde Konfigurationen von Frau, Mann, drei Kindern - eine Familie. Die Objekte sind Möbel: Dinge zum Sitzen, zum Liegen. Transformationswerk-zeuge, die den Menschen aus der üblichen Hast in Ruhe versetzen, in Entspannung, Kontemplation, Konzentration auf den Austausch mit anderen oder mit sich selbst. Das Thema scheint die Sphäre des Privaten zu sein. Doch hier kommt man nicht "nach Hause". Das Schwindelgefühl hält an. Die Zeichnungen mit ihren verwirrenden Raumverhält-nissen, mit ihrer medialen Cut-and-paste-Organisation der Motive erzeugen einen Strudel, einen Sog, der sich an keiner Mitte zentrieren und ausbalancieren lässt. Die Konturen der Möbel in einheitlich grellem, hellen Gelb lösen sich vor den Augen wie Farbpulver in Wasser und verschmelzen mit der Luft, mit den Wänden, mit den zügig schraffierten Flächen auf dem Papier. Das ist ein Leitmotiv: Grenzen sind Illusionen. Es gibt keine klaren Trennungen: nicht zwischen Kunst und Leben. In "Metanoia" (1995), einem digital animierten Video, hat Uli Aigner eine Frau vorgestellt, die gegen ihren Willen bei jeder Berührung mit den Dingen verschmilzt und deren Gestalt annimmt. Grenzenlose Identifikation/Infizierung. "Keimzelle des Staates": Ich bin der Gotteskrieger, ich bin Ich-als-Kind, ich bin alles, womit ich in Berührung gekommen bin.

Ars Electronica

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Erstmals beteiligt sich das Lentos heuer an dem Festival, das alljährlich eine konzentrierte Menge an Fachleuten, Fans, Kunstmanagern, Computer-Afficionados, TheoretikerInnen und KunstkritikerInnen nach Linz zieht.

Darren Almond

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Der renommierte britische Künstler (geb.1971) schafft für Linz eine spezifische Arbeit, die an frühere Untersuchungen in seinem Werk anschließt. Er wird den (menschenleeren) Innenraum der Linzer Justizanstalt mittels einer Live-VA-Schaltung mit dem Museumsraum verbinden. Die Räume im Lentos werden durch einige Teil-Ansichten und die kohärente Geräuschkulisse zu einem Parcours durch das Gefängnis.

Karl Schmidt-Rottluff

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Die dem Lentos 2003 übereignete, aus dem engeren Freundeskreis des Künstlers stammende Stiftung, konzentriert sich in spezifischer Weise auf das vielgestaltige Werk von Karl Schmidt-Rottluff. Zehn Skulpturen und kunsthandwerkliche Gegenstände, sieben Zeichnungen sowie neunzehn druckgrafische Blätter (Lithografien/Holzschnitte/Radierungen) vermitteln einen charakteristischen Einblick in ein Gesamtwerk, das sich über ein halbes Jahrhundert erstreckt.

Gustav Deutsch und Hanna Schimek

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Sein oder Schein - Abbild oder Realität? Diese Kernfrage jeder medientheoretischen Auseinandersetzung bildet den Ausgangspunkt von Deutsch und Schimeks umfassendem Projekt, in dessen Rahmen die im Lentos präsentierten Arbeiten entstanden sind.

Paris 1945 bis 1965

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Anhand von 200 Gemälden und Plastiken sowie charakteristischen Zeichnungen, Graphiken und mehreren Bildersuiten wichtiger Photographen erschließt sich in der Konfrontation der damals noch lebenden Vertreter der Klassischen Moderne mit der Avantgarde jener Jahre ein von großen Persönlichkeiten und einflussreichen Impulsen getragenes Spannungsfeld. Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch mit rund 350 Abbildungen sowie Textbeiträgen in- und ausländischer Autoren.
Im Rahmen dieser Ausstellung wird ein abwechslungsreiches Begleitprogramm geboten: in Kooperation mit dem Lentos Kunstmuseum Linz zeigt das City-Kino Linz (Graben 30, 4020 Linz) eine kompakte Filmreihe zum Thema, mit ebenso populären Filmklassikern wie auch unbekannten Filmreportagen des französischen Nachkriegsfilms. Chanson- und Gesprächsabende runden dieses vielfältige Programm ab.

Avantgarde und Tradition

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Mit einer repräsentativen Auswahl an Höhepunkten aus der Sammlung leitet die ehemalige Neue Galerie ihre Ära im Lentos Kunstmuseum Linz ein. "Avantgarde und Tradition" so der Titel der umfassenden Überblicksschau, die Einblicke in die wertvollen Bestände des international renommierten Museums moderner Kunst gibt.

Stiftung Maria und Gerald Fischer-Colbrie

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Von 1976 bis heute hat das Sammlerehepaar Mag. Maria und Mag. Gerald Fischer-Colbrie der Neuen Galerie der Stadt Linz bzw. dem Lentos Kunstmuseum Linz 80 Kunstwerke übereignet. Erstmals wird nun ein Querschnitt von etwa fünfzig Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung präsentiert, der die spezifischen Facetten dieser privaten Stiftung ebenso unterstreicht wie den Generaltenor einer mäzenatischen Aktivität zugunsten der kunstinteressierten Öffentlichkeit.

Höhepunkte der Photographie

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Die "Höhepunkte der Fotografie", die im Untergeschoss in einem der Graphikräume präsentiert werden, bieten einen Querschnitt durch 150 Jahre Fotogeschichte.

Alfred Kubin

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Auf Wolfgang Gurlitt zurückgehend besitzt das Lentos Kunstmuseum nahezu 600 Werke von Alfred Kubin. Sie betreffen sämtliche vom Künstler angewandte Techniken und beinhalten neben Unikatgraphiken, Mischtechniken und Mappenwerken auch von Kubin illustrierte Bücher.

Meisterwerke der Graphik

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Gleichzeitig mit der Eröffnungsausstellung werden im Untergeschoss des neuen Kunstmuseums "Meisterwerke der Graphik" in einer Auswahl von 20 der schönsten und wichtigsten Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken der Sammlung u.a. von Alechinsky, Baselitz, Blais, Chillida, Christo, Lassnig und Lee sowie Mangold, Pasmore, Picasso, Pichler, Rainer, Tàpies und Zechyr gezeigt.
Die Ausstellung wird bis 31. August 2003 im Lentos präsentiert.

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