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Han­nes Lan­ge­der: Fer­di­nand GT3 RS

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  • Ausstellungsansicht, Hannes Langeder: Ferdinand GT3 RS, 2010
  • Ausstellungsansicht, Hannes Langeder: Ferdinand GT3 RS, 2010
  • Ausstellungsansicht, Hannes Langeder: Ferdinand GT3 RS, 2010

Das letz­te gebau­te Auto wird ein Por­sche sein.”

(Fer­ry Porsche)


Kunst­stoff­roh­re und Kle­be­band – das sind die auf­fäl­lig unauf­ge­reg­ten Mate­ria­li­en, aus denen die zivi­li­sa­to­ri­schen Ali­ens Han­nes Lan­ge­ders ent­ste­hen. All­tags­ge­gen­stand und Kunst­ob­jekt zugleich, sor­gen sei­ne Fahr­kon­struk­te für Ver­wir­rung im urba­nen Raum. Nicht nur, dass die­se mobi­len Skulp­tu­ren die übli­che Pra­xis im Umgang mit Kunst auf­he­ben – kommt doch das Kunst­werk zum Betrach­ter, auf die Stra­ße –, sie deu­ten auch die ver­meint­li­chen Errun­gen­schaf­ten der Zivi­li­sa­ti­on um: Bei der Fort­be­we­gung mit sei­nen künst­le­risch bear­bei­te­ten Fahr­rä­dern sind Ent­schleu­ni­gung und öko­lo­gisch sanf­te Mobi­li­tät ange­sagt. Lan­ge­ders Objek­te bewe­gen sich an der Schnitt­stel­le zwi­schen krea­ti­vem Pro­zess, gesell­schaft­lich-öko­lo­gi­schem State­ment und Alltagstauglichkeit.


Beim Objekt Fer­di­nand wird es spek­ta­ku­lär und groß­for­ma­tig: Ein kom­plett aus Kunst­stoff­roh­ren und Kle­be­band auf ein Fahr­rad­ge­stell gebau­ter Por­sche 911 ver­heißt Geschwin­dig­keit und Bra­chia­li­tät und ist in sei­ner luf­ti­gen Gestalt doch nur so schnell, wie es die Mus­kel­kraft des Fah­rers zulässt. Der Por­sche als Inbe­griff von Schnel­lig­keit und Mobi­li­tät wird auf die­se Wei­se in sei­ner Sym­bol­kraft inhalt­lich demontiert.

Kura­tor: Magnus Hofmüller

Video

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