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Samm­lung

Das Lentos Kunst­mu­se­um zählt mit sei­ner Samm­lung zu den bedeu­tends­ten Muse­en moder­ner und zeitgenössischer Kunst in Österreich. Aus­ge­hend von Sammlungsbeständen, deren Schwer­punk­te in Meis­ter­wer­ken der europäischen Male­rei der ers­ten Hälfte des 20. Jahr­hun­derts sowie einer reich­hal­ti­gen Gra­fik­samm­lung und qualitätsvollen Fotografiebeständen lie­gen, spannt das Lentos den Bogen zwi­schen der klas­sisch-his­to­ri­schen Kunst des frühen 20. Jahr­hun­derts bis hin zu aktu­ells­ten Kunst­po­si­tio­nen unse­rer Gegenwart.

Auf­bau­end auf der Samm­lung des Ber­li­ner Kunsthändlers Wolf­gang Gur­litt (1888 – 1965) wur­de der Bestand seit 1953 reich­hal­tig erwei­tert. Das Lentos verfügt über eine Schatz­kam­mer, die mit etwa 3.600 Gemälden und Skulp­tu­ren sowie rund 16.000 Gra­fi­ken und 1.800 Bei­spie­len künstlerischer Foto­gra­fie reich­hal­tig bestückt ist. Beson­de­re Schwer­punk­te lie­gen in Samm­lungs­kon­vo­lu­ten von Her­bert Bay­er, VALIE EXPORT und Haus-Rucker-Co, die einen engen Bezug zu Linz und Ober­ös­ter­reich aufweisen.

Im Jahr 2024 stif­te­te der Lin­zer Unter­neh­mer Erwin Hau­ser der Stadt Linz und dem Lentos sei­ne knapp 3.000 Wer­ke umfas­sen­de Kunst­samm­lung, die er in den letz­ten 25 Jah­ren mit geschul­tem Blick auf­ge­baut hat. Die Samm­lung Hau­ser zählt zu den wich­tigs­ten Pri­vat­samm­lun­gen Öster­reichs und umfasst Kunst­wer­ke von rund 700 öster­rei­chi­schen Künstler*innen vom 19. Jahr­hun­dert bis zur Gegenwart.


In unse­rer Samm­lungs­da­ten­bank kön­nen Sie bequem online von zu Hau­se aus in den Kunst­schät­zen des Lentos stö­bern und einen umfas­sen­den Ein­blick in unse­re Kunst­samm­lung erhalten.

Hier geh­t’s zur Sammlungsdatenbank

  • Appel

    Prozession zweier Köpfe unter der Sonne, 1957
    Karel Appel

  • Gertsch

    Saintes Maries de la Mer III, 1972
    Franz Gertsch

  • Haring

    Red - Yellow - Blue No Portrait of Martin, 1987
    Keith Haring

    Farbiges grafisches Porträt mit schwarzen Linien, abstraktem Kopf und leuchtenden Flächen in Rot, Gelb und Blau.
  • Zobernig

    Ohne Titel, 2017
    Heimo Zobernig

  • Schiele

    Doppelbildnis Heinrich und Otto Benesch, 1913
    Egon Schiele

  • Pechstein

    Unterhaltung, 1919
    Max Pechstein

  • Cragg

    New Curly, 2001
    Cragg Tony

  • Kokoschka

    Die Freunde, 1917/18
    Oskar Kokoschka

    Expressives Gruppenbild mit mehreren Personen an einem Tisch in kräftigen, dunklen Farben.
  • Münter

    Der blaue See, 1954
    Gabriele Münter

  • Corinth

    Bildnis Wolfgang Gurlitt, 1917
    Lovis Corinth

  • Lassnig

    Selbstbildnis mit Telefon, 1973
    Maria Lassnig

    Selbstporträt einer sitzenden Person mit grünem Telefonkabel um den Hals gewickelt. Auf dem Tisch davor liegt ein grüner Telefonhörer auf einem weißen Tischtuch. Der Hintergrund ist in Türkis-Grün-Tönen gehalten.
  • Funke

    Drei Frauen (ursprünglich Drei Mädchen), 1915
    Helene Funke

  • uvm.

Provenienzforschung

Die Stadt Linz ist seit Jahr­zehn­ten wie kaum eine ande­re Gebiets­kör­per­schaft in Öster­reich bestrebt, die Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus kri­tisch offen zu legen. Dazu wur­den zahl­rei­che Initia­ti­ven wie For­schungs­pro­jek­te, Publi­ka­tio­nen oder Aus­stel­lun­gen gesetzt. Was die Samm­lun­gen ihrer Muse­en betrifft, ist die Stadt eben­so ent­schlos­sen, die­se nach dem Vor­bild der öster­rei­chi­schen Bun­des­mu­se­en, die seit Ver­ab­schie­dung des 1998 beschlos­se­nen Kunst­rück­ga­be­ge­set­zes ihre Bestän­de auf NS-Raub­kunst“ über­prü­fen, sys­te­ma­tisch und lücken­los auf sei­ne Her­kunft hin zu untersuchen.


Die Samm­lung des Lentos bzw. zuvor der Neu­en Gale­rie der Stadt Linz wird seit 1998 sys­te­ma­tisch über­prüft. 1999 ver­öf­fent­lich­te die Stadt Linz einen ers­ten umfas­sen­den Bericht über die Samm­lung Gur­litt, den his­to­ri­schen Grund­stock des Muse­ums­be­stands, erar­bei­tet von Dr. Wal­ter Schus­ter, dem Lei­ter des Stadtarchivs.


Zur Inten­si­vie­rung der For­schungs­ar­bei­ten wur­de im Jahr 2007 im Auf­trag des Bür­ger­meis­ters und des Magis­trats­di­rek­tors ein eige­ner Arbeits­kreis für Pro­ve­ni­enz­for­schung ein­ge­rich­tet und die für Muse­en und öffent­li­che Insti­tu­tio­nen täti­ge Pro­ve­ni­enz­for­sche­rin Dr​.in Vanes­sa-Maria Voigt (Deutsch­land) bei­gezo­gen. Der Arbeits­kreis wid­met sich neben aktu­el­len Pro­ve­ni­enz­an­fra­gen vor allem der sys­te­ma­ti­schen Her­kunfts­klä­rung von Erwer­bun­gen der Stadt Linz aus der Samm­lung Gurlitt.


Auf Basis der erfolg­ten Recher­chen sowie wei­te­rer Gut­ach­ten wur­den – jeweils nach ent­spre­chen­den Beschlüs­sen des Lin­zer Gemein­de­rats – fol­gen­de Kunst­wer­ke restituiert:


1999: Les­ser Ury, Die Nähe­rin (Inv. Nr. 138)
an die Erben nach einem Ber­li­ner Kunstsammle


2003: Egon Schie­le, Stadt am Fluss (Inv. Nr. 13)
an die Erben nach Dai­sy Hell­mann

2009: Gus­tav Klimt, Damen­bild­nis (Inv. Nr. 149)
an die Erben nach Aran­ka Munk

2011: Wil­helm Trüb­ner, Bild­nis Carl Schuch (Inv. Nr. 104)
Ein­ver­nehm­li­che Ablö­se der Erben nach Har­ry Fuld Jr.
(Im Rah­men einer güt­li­chen Ver­ein­ba­rung vom 12.9.2011 lös­te die Stadt Linz den Resti­tu­ti­ons­an­spruch ab.)

Im Juli 2012 wur­den in Bezug auf Ergeb­nis­se der Pro­ve­ni­enz­for­schung sechs Gemäl­de von Anton Roma­ko an die Rechts­nach­fol­ge­rin nach Oskar und Mal­vi­ne Rei­chel resti­tu­iert:

Mäd­chen mit auf­ge­stütz­tem Arm (Toch­ter des Künst­lers), 1875, Inv. Nr. 10
Der Zwei­kampf (Kämp­fen­de Rit­ter), Inv. Nr. 81
Zigeu­ner­la­ger, 1879 (?), Inv. Nr. 83
Mäd­chen mit Früch­ten, um 1875, Inv. Nr. 103
Unga­ri­sche Pusz­ta (Stroh­scho­ber in Bál­vá­n­y­os), um 1880, Inv. Nr. 104
Bild­nis Karl Schwach, 1854, Inv. Nr. 145
Dank des groß­zü­gi­gen Ent­ge­gen­kom­mens der Eigen­tü­me­rin blei­ben die betref­fen­den Wer­ke gesamt als Dau­er­leih­ga­ben im Lentos und kön­nen der Öffent­lich­keit wei­ter­hin prä­sen­tiert wer­den.

2015: Lovis Corinth, Othel­lo (Der Mohr), 1894, (Inv. Nr. 23) und Lovis Corinth, Schwa­bing (Blick aus dem Ate­lier­fens­ter), 1891, (Inv. Nr. 24)
an die Erben nach Jean und Ida Baer

2015: Emil Nol­de, Mai­wie­se (Mai­en­wie­se), 1915, (Inv. Nr. 94) an die Erben nach Dr. Sieg­fried Julius

Das Lentos ist bemüht, die Pro­ve­ni­enz sei­nes Bestands mög­lichst umfas­send auf­zu­klä­ren und ist für alle Hin­wei­se, ins­be­son­de­re von Wis­sen­schaft­le­rIn­nen, die in die­sem Bereich arbei­ten, dank­bar. Wenn Sie Anfra­gen zu ein­zel­nen Objek­ten haben oder ergän­zen­de Infor­ma­tio­nen bei­tra­gen kön­nen, sen­den Sie die­se bit­te an:


Lentos Kunst­mu­se­um Linz
Pro­ve­ni­enz­for­schung
Ernst-Koref-Pro­me­na­de 1
4020 Linz
provenienzforschung@​lentos.​at


Ver­ständ­nis und Recher­che­me­tho­den (PDF)

Zwi­schen­be­richt zur Pro­ve­ni­enz­for­schung Okto­ber 2019 (PDF)

VALIE EXPORT Center

Auf­bau­end auf dem VALIE EXPORT Archiv betreibt das Lentos Kunst­mu­se­um in Koope­ra­ti­on mit der Kunst­uni­ver­si­tät Linz ein inter­na­tio­nal aus­ge­rich­te­tes For­schungs­zen­trum, das VALIE EXPORT Cen­ter Linz. For­schungs­zen­trum für Medi­en- und Per­for­mance­kunst. Wäh­rend die Stadt Linz bzw. das Lentos Kunst­mu­se­um die not­wen­di­gen Raum­res­sour­cen und sämt­li­che Mate­ria­li­en des VALIE EXPORT Archivs zur Ver­fü­gung stellt, stellt die Kunst­uni­ver­si­tät das für den Betrieb erfor­der­li­che wis­sen­schaft­li­che und admi­nis­tra­ti­ve Per­so­nal bei. Das VALIE EXPORT Cen­ter Linz bear­bei­tet, erforscht, kon­tex­tua­li­siert und ver­mit­telt den Vor­lass von VALIE EXPORT. Als inter­na­tio­nal aus­ge­rich­te­tes For­schungs­zen­trum för­dert es die künst­le­ri­sche und wis­sen­schaft­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit Medi­en- und Performancekunst.


Das VALIE EXPORT Archiv, das 2015 von der Stadt Linz ange­kauft wur­de, umfasst neben meh­re­ren Kunst­wer­ken wich­ti­ge Doku­men­te und Werk­skiz­zen zu allen Schaf­fens­pe­ri­oden. Dar­in ent­hal­ten sind u. a. Pro­jekt­skiz­zen, Kon­zep­te, ein umfas­sen­des Foto‑, Film- und Video­ar­chiv, Kor­re­spon­den­zen, Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en (Pla­ka­te, Fol­der etc.), Zei­tungs­aus­schnit­te (Rezen­sio­nen, Repor­ta­gen etc.) und eine Biblio­thek sowie Ori­gi­na­le zu ver­schie­de­nen Werkgruppen.

VALIE EXPORT Cen­ter Linz
Tabak­fa­brik Linz, Bau 1, 1.OG
Peter-Beh­rens-Platz 9
4020 Linz
office@​valieexportcenter.​at

www​.valie​ex​port​cen​ter​.at

forum metall

Mit einem künst­le­ri­schen Pau­ken­schlag“ ließ Linz 1977 weit über die Gren­zen Öster­reichs hin­aus auf­hor­chen: Das forum metall prä­sen­tier­te im Donau­park, zeit­gleich zur Eröff­nung des vier­ten Bruck­ner­fests, groß­for­ma­ti­ge Metall­plas­ti­ken zeit­ge­nös­si­scher, inter­na­tio­nal renom­mier­ter Künstler.

Drei Jah­re nach dem Bau des Lin­zer Kon­zert­hau­ses, dem Bruck­ner­haus, setz­te das forum metall einen wei­te­ren wich­ti­gen Schritt in der Ent­wick­lung von der Indus­trie­stadt hin zur Kul­tur­stadt. Am 12. Sep­tem­ber 1977 wur­de im Lin­zer Donau­park das ers­te Frei­licht­mu­se­um eröff­net, das erst­mals einen reprä­sen­ta­ti­ven Quer­schnitt der abs­trak­ten Plas­tik der sech­zi­ger und sieb­zi­ger Jah­re ver­sam­mel­te. Zugleich bot forum metall einen umfas­sen­den Ein­blick, wel­che Mög­lich­kei­ten Eisen, Stahl und Alu­mi­ni­um dem Bild­hau­er bieten.


Kon­zept, Orga­ni­sa­ti­on und künst­le­ri­sche Lei­tung von forum metall lagen bei Hel­muth Gsöll­point­ner, dem dama­li­gen Rek­tor der Kunst­uni­ver­si­tät Linz und Pro­fes­sor der Meis­ter­klas­se Metall und bei Peter Baum, dem Lei­ter der Neu­en Gale­rie der Stadt Linz (heu­te LENTOS). Mit forum metall spreng­ten die Orga­ni­sa­to­ren bewusst die kon­ven­tio­nel­len Wege übli­cher Aus­stel­lungs­pra­xis. Mit Wahl des Werk­stoffs Metall wur­de zugleich die Bedeu­tung die­ses Mate­ri­als für die Stahl­stadt“ Linz unter­stri­chen. Ein per­fek­tes Zusam­men­spiel von Kunst und Wirt­schaft mach­te es mög­lich, die­ses unver­gleich­li­che Open-Air-Ensem­ble moder­ner Kunst zu realisieren.

Das gro­ße Medi­en­echo rund um forum metall über­traf alle Erwar­tun­gen. Kei­ne Aus­stel­lung aus dem Bereich moder­ner Kunst hat­te zuvor in Öster­reich ein der­ar­ti­ges Inter­es­se bei Medi­en wie Publi­kum erweckt. Damit gelang es forum metall die Stadt Linz als auf­stre­ben­de Kunst­me­tro­po­le über­aus erfolg­reich in das inter­na­tio­na­le Blick­feld zu rücken.


Für die War­tung der Kunst­wer­ke ist das Lentos Ansprech­part­ner. Im Rah­men des Kul­tur­haupt­stadt­jah­res Linz09 instal­lier­te die Linz AG eine Beleuch­tung für die Skulpturen.

Reproanfragen

Auf Anfra­ge stellt das Lentos ger­ne druck­fä­hi­ge Bild­da­ten von Wer­ken und Objek­ten aus den Samm­lungs­be­stän­den zur Ver­fü­gung. Hier­für bit­ten wir um mög­lichst detail­lier­te Anga­ben zur Repro-Vor­la­ge sowie zum Ver­wen­dungs­zweck der Repro­duk­ti­on. Da die Bear­bei­tung und Erstel­lung der Bild­da­ten in man­chen Fäl­len län­ge­re Zeit in Anspruch neh­men kann, bit­ten wir zudem recht­zei­tig Kon­takt aufzunehmen.

Für die Bereit­stel­lung von Bild­ma­te­ri­al ist eine Bear­bei­tungs­ge­bühr sowie ein Nut­zungs­ent­gelt zu ent­rich­ten. Das Nut­zungs­ent­gelt ist für Print­me­di­en wie auch elek­tro­ni­sche Medi­en ident und ent­fällt für wis­sen­schaft­li­che Zwecke.

Preise
Kategorie Preis
Bearbeitungsgebühr je Reprovorlage
€ 100,00
Nutzungsentgelt je Bild1
€ 60,00
  1. entfällt bei wissenschaftlichen und nicht kommerziellen Zwecken
Die angeführten Gebühren beinhalten standardmäßig eine Datenbereitstellung per Webdownload. Andere Formen der Bereitstellung werden nach Aufwand (Datenträger, Porto) verrechnet. Alle Preise zzgl. 10% USt.

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Museen der Stadt Linz

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