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Michae­la Melián
Spei­cher

bis
  • Ausstellungsansicht, Michaela Melián. Speicher, 2009
  • Ausstellungsansicht, Michaela Melián. Speicher, 2009
  • Ausstellungsansicht, Michaela Melián. Speicher, 2009
  • Ausstellungsansicht, Michaela Melián. Speicher, 2009
  • Ausstellungsansicht, Michaela Melián. Speicher, 2009

Michae­la Meliáns Inter­es­se gilt der Poli­tik von Erin­ne­rung und dem Wei­ter­wir­ken zeit­ge­schicht­li­cher Phä­no­me­ne. Sie arbei­tet mit Geschichte(n), mit Spu­ren der Ver­gan­gen­heit, die als unaus­ge­schöpf­te Poten­zia­le ver­lo­re­ner Zukunft” (Jan Ver­wo­ert) für die Gegen­wart Bedeu­tung gewinnen.


Im Zen­trum der Aus­stel­lung steht die neue Arbeit Spei­cher . The­ma­ti­scher und for­ma­ler Aus­gangs­punkt für Spei­cher ist Varia­Vi­si­on – Unend­li­che Fahrt, eine 1965 rea­li­sier­te, heu­te ver­schol­le­ne inter­me­dia­le Arbeit von Alex­an­der Klu­ge (Tex­te), Edgar Reitz (Fil­me) und Josef Anton Riedl (Musik) zum The­ma des Rei­sens. Reitz und Klu­ge unter­rich­te­ten an der Hoch­schu­le für Gestal­tung Ulm, wo sich ab 1963 eines der ers­ten elek­tro­ni­schen Stu­di­os in West­deutsch­land befand. Für Spei­cher bringt Michaela

Melián die­ses Stu­dio noch ein­mal zum Klin­gen. Die­se Klän­ge, Töne, Geräu­sche bil­den die Basis für eine neue Kom­po­si­ti­on. In sie ein­ge­bet­tet ertönt eine viel­stim­mi­ge Text­col­la­ge zum The­ma Rei­sen und Bewegung.

In Spei­cher wird nicht line­ar erzählt, son­dern The­men, Geschich­ten und Zeit­ebe­nen ver­schrän­ken sich in tönen­den Schlei­fen und Spi­ra­len mit dem Heu­te. Die Instal­la­ti­on Spei­cher wird ergänzt durch ein groß­for­ma­ti­ges Wand­bild, Arbei­ten auf Papier sowie durch Rück­spie­gel, eine fünf­tei­li­ge Video­in­stal­la­ti­on, für die Melián die sei­ner­zei­ti­gen Prot­ago­nis­ten aus dem Pro­duk­ti­ons­um­feld von Varia­Vi­si­on inter­viewt hat. In den, von Schau­spie­lern wie­der­ge­ge­be­nen, Inter­view­pas­sa­gen wird die his­to­ri­sche, mitt­ler­wei­le obso­le­te Ver­bin­dung zwi­schen künst­le­ri­scher Moder­ne, Tech­ni­keu­pho­rie und gesell­schafts­ver­än­dern­den Moti­va­tio­nen reflektiert.

Michae­la Melián, 1956 gebo­ren, lebt in Ober­bay­ern. Sie stu­dier­te Musik und Kunst in Mün­chen und Lon­don. Seit 2006 lehrt sie als Gast­pro­fes­so­rin für zeit­be­zo­ge­ne Medi­en an der Hoch­schu­le für Bil­den­de Küns­te in Ham­burg. Sie ist Mit­glied der Band F.S.K.


In Koope­ra­ti­on mit dem Ulmer Muse­um und der Cubitt Gal­le­ry, Lon­don. Zu den Aus­stel­lun­gen ist im Koenig Books Ver­lag, Lon­don ein zwei­spra­chi­ger Kata­log mit zahl­rei­chen Farb­ab­bil­dun­gen und Text­bei­trä­gen von Jan Ver­wo­ert, Bri­git­te Rein­hardt, Stel­la Rol­lig und Bart van der Hei­de erschienen.

Video

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